Aus dem Abseits holen

 

 

Hoffnung für die Jugend

Bruno Maximilian Ndimbo ist dankbar: „Ich hatte die bestmögliche Schule und die besten Lehrer.“ Dass ein Junge aus dem Buschland das sagen kann, ist selten. Dass er heute als ausgebildeter KFZ-Mechaniker seine Familie und sich ernährt, ebenfalls. Möglich macht das die Handwerkerschule des wortundtat-Partners KIUMA – und vorausschauende Eltern, die dem Sohn eine Ausbildung in weiter Ferne erlaubten.

Leben im Hinterland

Bruno kommt vom Malawisee. Sein Heimatdorf im Buschland der Ruvuma-Region ist 500 Kilometer von KIUMA entfernt. Die Menschen leben dort unter einfachsten Bedingungen. Eine Zivilisation nach europäischem Verständnis ist weit entfernt. Nach Songea, Hauptstadt der Region, geht es zum Beispiel etliche Stunden Fahrt über unbefestigte Huckelpisten.

Bruno berichtet: „Mein Zuhause war eine Strohhütte ohne Strom und Wasseranschluss. Mein Vater war Dorfschullehrer. Da sein Einkommen nicht ausreichte, hatten wir zusätzlich eine kleine Landwirtschaft, bei der alle anpackten. Ausbildungsmöglichkeiten gab es keine.“ Umso glücklicher war der damals 19-Jährige, als sich mit KIUMA die Chance auf ein völlig neues Leben eröffnete. Bruno erinnert sich: „Mein Familie konnte ich nur selten besuchen. Aber mein neues Leben bei den Menschen aus dem KIUMA-Projekt wog alles auf. Dort hatte ich all das, was ich zuhause vermisste: ambitionierte Lehrer, gute Schulbücher und die Perspektive, eines Tages mit einer richtigen Ausbildung auf eigenen Beinen zu stehen.“ Vor allem das wollte Bruno unbedingt.

Wissen und Werte

Bruno lebt heute in Songea. Als einer der wenigen Handwerker der Region arbeitet er in einer privaten KFZ-Werkstatt, die wegen ihrer qualifizierten Arbeit einen guten Ruf genießt. Bruno sagt aber auch, dass KIUMA für junge Leute wie ihn mehr ist als ein Ort, an dem sie lernen und das Rüstzeug für materielle Sicherheit bekommen. Seine Erklärung: „Neben dem guten Unterricht in KIUMA  beeindruckte mich der respektvolle und wertschätzende Umgang der Lehrer mit uns Schülern. Ihr Verhalten ist mir heute ein Vorbild für den eigenen Umgang mit meinem Nächsten.“