Hilfen für Angehörige

Familien in akuter Not

Sozialsysteme wie in Mitteleuropa sind in Indien praktisch unbekannt. Verliert eine Familie ihren Ernährer, stehen die Angehörigen vor dem Nichts. Essen, Wohnen und Bildung sind nicht mehr bezahlbar. Die Konsequenzen sind Hunger, Obdachlosigkeit und Ausgestoßensein.

Die Ursachen für den Verlust des Ernährers sind vielfältig: So kommt es beispielsweise immer wieder vor, dass Bauern sich das Leben nehmen, weil sie – zum Beispiel durch Unwetter oder Trockenheit – ihre Ernte und damit die Aussicht auf ein Einkommen, verloren haben. Zurück bleiben verschuldete und überforderte Witwen mit ihren Kindern. Nicht viel anders ergeht es Angehörigen von Langzeitgefangenen oder AIDS-Waisen. Andere Auslöser für Unterstützungsbedarf können angeborene oder durch Unfall bzw. Krankheit erworbene Handicaps sein.

Unsere Gemeindehelfer registrieren derart Bedürftige und suchen nach Verdienstmöglichkeiten, damit diese (wieder) auf eigenen Füßen stehen und sich selbst helfen können. Um die Betroffenen gut vorzubereiten, bietet unser indischer Partner seit einiger Zeit ein Trainingsprogramm für Jungunternehmer an. Es wendet sich gezielt an Menschen ohne Ausbildung und mit verschiedenen Handicaps. Und es entspricht dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe , mit dem wortundtat in Not geratenen Menschen Kraft und Perspektive gibt.

Was früher in größerem Umfang gemacht wurde, kann so zur Ausnahme werden: In Einzelfällen, bei denen Betroffene zur Teilnahme am Training nicht in der Lage sind, versorgt wortundtat die Familien regelmäßig mit Lebensmitteln, Kleidung sowie Finanzhilfen für die Ausbildung von Kindern.