3 Kilo Schulbücher

Mann reicht Mädchen Bücher

Mehr als ein Stapel Bücher

Gut 3 Kilo Schulbücher und Schreibblöcke erhielt kürzlich jeder der 472 Schülerinnen und Schüler einer weiterführenden Schule unseres indischen Partners. Anders als in Deutschland macht die dortige Schulleitung zum Schuljahresbeginn eine kleine Feier aus der Ausgabe. Lehrer halten kurze Ansprachen, Vertreter aus der lokalen Verwaltung oder Wirtschaft motivieren zum Lernen und Schüler tragen Stellen aus der Bibel vor, in denen es um die Bildung der Persönlichkeit geht.

„Eltern sind froh, wenn ihre Kinder bei uns lernen können“

472 Schülerinnen aus der weiterführenden Schule holten sich die Bücher ab.

Arun Kumar Mohanty, Direktor des wortundtat-Partners AMG, erklärt, warum sie ein neues Schuljahr auf diese Weise beginnen: „Viele Eltern unserer Schüler haben nicht die Möglichkeit, ihren Kindern Bildung und Perspektiven in der indischen Gesellschaft zu eröffnen. Ihnen fehlen die Mittel dazu, weil sie so sehr um ihr Auskommen kämpfen müssen. Deshalb sind sie froh, wenn ihre Kinder bei uns lernen können, um später ein anderes, sichereres Leben führen zu können. Wir als Schule tragen also in unseren Internaten einen großen Teil der Erziehungsverantwortung, damit die jungen Menschen auf einen für sie und die Gesellschaft guten Weg gelangen. Diese Verantwortung möchten wir, so gut es uns möglich ist, wahrnehmen. Daher ermutigten wir die Schüler bei verschiedenen Anlässen, gut zu lernen und gute Gewohnheiten einzuüben. Leitende Vertreter der Stadt und andere Personen des öffentlichen Lebens motivieren die Studenten. Sie fordern sie heraus, sich beim Lernen anzustrengen. Die Referenten sprechen auch über die Notwendigkeit, moralische und ethische Werte kennenzulernen. Bei der Buchausgabe und bei ähnlichen Gelegenheiten möchten wir vermitteln, wie wichtig es ist, sich ein Ziel im Leben zu setzen und hart zu arbeiten, damit dieses Ziel erreicht werden kann. In der Bibel heißt es im Buch der Sprüche, Kapitel 22, Vers 6: ‚Gewöhne den jungen Menschen an seinen Weg, dann bleibt er auch im Alter dabei.‘ Es ist unsere Vision, Studenten so zu erziehen, dass sie ihre Familie achten und sich als nützlichen Teil der Gesellschaft betrachten, in der sie leben. Und wir sind dankbar, wenn wir die guten Ergebnisse im Leben von Schülerinnen und Schülern sehen. Denn zum Teil sind es ja auch die Früchte unserer Arbeit.“