In Freiheit

In Freiheit mit dem christlichen Glauben beschäftigen

wortundtat kümmert sich um geistliche Anliegen von Menschen in Not ebenso wie um deren körperliche Bedürfnisse. Ein Beispiel ist das Angebot, das unser Partner Hellenic Ministries in Griechenland mit seinen Glaubenskursen macht. Es sind Kurse, in denen interessierte Flüchtlinge den christlichen Glauben und die Bibel besser kennenlernen können. Mehrin (Name geändert), eine junge Iranerin, berichtet: „In Athen habe ich Menschen kennengelernt, die mir helfen wollen. Sie haben mich freundlich aufgenommen und mir neue Hoffnung gegeben“, sagt sie im Februar 2020 im Hellenic Ministries-Begegnungszentrum. Im Herbst 2019 war sie in Griechenland angekommen – zusammen mit ihrer 14 Jahre alten Schwester. Aus dem Iran hatten sie fliehen müssen. Mitgliedern der Familie war Gewalt angetan worden. Die Behörden hatten sie aufgefordert, das Land zu verlassen.

In Athen fasste Mehrin schnell Fuß, unter anderem, weil sie fließend Englisch spricht. So fand sie auch Anschluss bei unserem Partner und begann dort, den Glaubenskurs zu besuchen. Sie erzählt: „Im Iran war das nicht möglich. Es war schwer ohne andere Christen. Jetzt kann ich mich in Freiheit intensiv mit der Bibel beschäftigen. Ich nehme am christlichen Leben teil und erfahre immer mehr darüber, was es bedeutet, Christ zu sein.“

Athen war für uns nicht sicher

In kleinen Gruppen sprechen die Flüchtlinge über ihren Glauben und lernen die Bibel kennen. (Bild entstand vor Corona)

In kleinen Gruppen sprechen die Flüchtlinge über ihren Glauben und lernen die Bibel kennen. (Bild entstand vor Corona)

Von Oktober 2019 bis Mai 2020 dauerte der Kurs. „Mehrin war eine sehr aufmerksame und interessierte Teilnehmerin. Sie hat sich intensiv mit den Glaubensthemen auseinandergesetzt. Die Perspektive, die der christliche Glaube bietet – jeder Mensch ist ein geliebtes Geschöpf Gottes – hat ihr neuen Lebensmut gegeben“, berichtet eine der Lehrerinnen.

Im Sommer machte sich Mehrin zusammen mit der Schwester erneut auf den Weg. „In Athen hat Gott uns wunderbar versorgt. Wir lernten Familien aus verschiedenen Nationen kennen, die ich nie vergessen werde. Aber die Stadt war kein sicherer Ort für uns. Wir wurden dreimal ausgeraubt. Und meine Schwester konnte nicht in die Schule gehen.“

Auf Umwegen kam sie Ende September 2020 zusammen mit ihrer Schwester in eine deutsche Großstadt. Freunde ihres Vaters nahmen sie dort auf. Sie fand Anschluss an eine Gemeinde, die auch von einigen persischen Christen besucht wird. „Ich war zweimal in der Gemeinde und habe iranische und nicht-iranische Gläubige getroffen. Ich mag die Gemeinde, in der viele Nationalitäten zusammenkommen. Die meisten von ihnen sind jung und haben ein großes Herz für Gott!“ Im November hofft Mehrin darauf, dass sie und ihre Schwester die Möglichkeit haben, zunächst in Deutschland bleiben zu können.

Wir bei wortundtat sind dankbar dafür, dass wir mit solchen Angeboten wie den Glaubenskursen Menschen ein Fundament geben können, auf dem sie auf ihrem weiteren Lebensweg aufbauen können.