Geflüchtet

 

Zurück nach Afghanistan

2014 war der Afghane Masud nach einer dramatischen Flucht über die Türkei und das Mittelmeer nach Athen gekommen. Jetzt überlegt er, wieder zurück in seine Heimat zu gehen. In Athen hatte er den christlichen Glauben beim griechischen wortundtat-Partner Hellenic Ministries (HM) kennengelernt. So begann er, einen tieferen Sinn in seinem Leben zu sehen. Mit der Guten Nachricht, dass Jesus jeden Menschen unvoreingenommen liebt, möchte er auch seinen Landsleuten Hoffnung geben.

Die Entscheidung für den christlichen Glauben hatte eine lebensverändernde Wirkung auf Masud: Statt von Griechenland aus weiter Richtung Mitteleuropa zu fliehen, blieb er in Athen. Dort begann er, zu Landsleuten über seinen Glauben zu sprechen. Um sich für diese Aufgabe weiter zu qualifizieren, besuchte er ein Bibelkolleg, reiste zu Konferenzen in Schweden und Deutschland, lernte von anderen afghanischen Christen. Schließlich gründete er zusammen mit ihnen in Athen eine christliche Gemeinde. Nach nur drei Jahren hat sie bereits über 70 Mitglieder.

Seit einiger Zeit beschäftigt er sich immer intensiver mit dem Gedanken, in sein Ursprungsland zurückzugehen, um den Menschen dort vom Evangelium zu erzählen. „Gott sieht die Not der Afghanen“, sagt Masud und berichtet von Begegnungen mit geflüchteten Landsleuten. Die Flucht aus der Heimat habe sie gebrochen. Und in Griechenland sei es für Flüchtlinge auch nicht einfach. Es gebe nur unzureichende Eingliederungshilfen, Asylverfahren seien sehr langwierig und die Perspektiven auf dem angespannten griechischen Arbeitsmarkt wenig vielversprechend.

Masud ist sicher, dass die von Jahrzehnten des Krieges traumatisierten Afghanen dringend neue Hoffnung brauchen. Hoffnung, von der er als Landsmann mit anderer Überzeugungskraft berichten kann als beispielsweise europäische Christen, die in dem Land unterwegs sind.

Mehr von Masuds Erfahrungen in Griechenland lesen Sie in Ausgabe 4/2018 des wortundtat-Magazins.