Wort und Tat

Tansania

wortundtat-Einsatz in Südostafrika

Tansania gehört zu den ärmsten Ländern der Welt: Das Land belegt auf dem sogenannten Human Development Index (HDI)* der Vereinten Nationen Platz 148 von 169 (Deutschland: Platz 10 – Stand: 2010). Der Süden des Landes würde isoliert betrachtet auf diesem Index noch deutlich schlechter platziert.

In den Dörfern des Tunduru-Distrikts leben die Menschen unter einfachsten Bedingungen in Lehmhütten: Eine kommunale Wasser- oder Energieversorgung gibt es nicht. Befestigte Straßen, weiterführende Schulen oder die Aussicht auf einen Arbeitsplatz in Handwerk oder Industrie? Fehlanzeige! Landwirtschaft ist die Lebensgrundlage für alle.

Seit 1996 unterstützt wortundtat in einem Landstrich, in dem rund 100.000 Menschen leben, das KIUMA-Projekt. Das Foto oben zeigt ein Luftbild des Komplexes. In der Bildmitte ist die Landebahn. Rechts zu sehen ist die Straße, die den Südosten des Landes mit dem Südwesten verbindet: eine mehrere hundert Kilometer lange Staubpiste, die nur mit geländegängigen Fahrzeugen befahrbar und in der Regenzeit an vielen Stellen unpassierbar ist. Rechts der Straße liegen die Hütten des kleinen Dorfs Milonde. Mit dem Wachstum von KIUMA ist auch dessen Einwohnerzahl in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen.

Kirche der Liebe Christi

KIUMA steht für Kanisa la Upendo wa Kristo Masihi (deutsch: Kirche der Liebe Christi). Die Arbeit der Helfer dort reicht von kurzfristig wirkender Unterstützung bis hin zu einer dauerhaften Entwicklung und Veränderung der gesamten Region. Im Einzelnen unterhält KIUMA Einrichtungen für Gesundheit, Bildung und kommunale Infrastruktur.

Seitdem Dr. Matomora Matomora, der KIUMA-Leiter (im Bild links mit wortundtat-Gründer Dr. Heinz-Horst Deichmann), mit dem Aufbau des Projekts begonnen hat, hat sich im Tunduru-Distrikt viel verändert: Neben gut funktionierenden Ausbildungsangeboten und einem modern eingerichteten Krankenhaus wurden weitere, das Leben der Einheimischen verändernde Einrichtungen geschaffen. Zudem nahmen die Bewohner der Region – überwiegend Moslems – wahr, dass die christlich motivierten Helfer keine Bedrohung für sie darstellen, sondern auf enge Zusammenarbeit, gegenseitige Akzeptanz und nachhaltige Entwicklung setzen. „Ihr habt eine Kirche gebaut. Jetzt wissen wir, dass ihr wirklich bleiben wollt“, sagten führende Stammesvertreter zu den Helfern von wortundtat.

 

* Der HDI berücksichtigt neben dem Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner eines Landes auch die Lebenserwartung und den Bildungsgrad der Bevölkerung. Er wird von den Vereinten Nationen berechnet.