Flutkatastrophe
Ende Oktober 2009: Ihre Hilfe kommt an - Vielen Dank!
In Krishna, Guntur und Kurnool - den am meisten von der Flut betroffenen Gebieten (s. Bericht unten) - haben die Helfer von AMG India in mehreren Orten Hilfsgüter an die Bedürftigen verteilt, denen nach Berichten unserer Partner in Indien alles fehlt: Für gut 14 Tage standen die Orte unter Wasser, bis zu etwa acht Meter tief. Vielen Menschen ist nichts geblieben und sie sind froh, von den Helfern Kleidung, Nahrungsmittel, Geschirr und Seife zu bekommen. Dass diese Hilfe so rasch möglich war, ist auch den umfangreichen Spenden zu verdanken, die wenige Tage nach der Meldung über die Überschwemmung bei wortundtat eingingen – an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Spender!
Die ersten Flutopfer versuchen derzeit wieder in ihre Häuser zurückzukehren – sofern diese überhaupt noch stehen oder benutzbar sind. Nicht nur die massiven Zerstörungen erschweren die Heimkehr. Hinzu kommen hygienische Verhältnisse, die die Ausbreitung von Malaria und Viruserkrankungen begünstigen. Die Ernte in der Region ist ziemlich weitestgehend zerstört und die weitere Hilfe von wortundtat nach wie vor dringend nötig.
Möchten auch Sie helfen? Dann spenden Sie bitte mit dem Verwendungszweck „Überschwemmungen Indien“.
Anfang Oktober 2009: Schwerste Flutkatastrophe in Indien seit 100 Jahren
Aus Andhra Pradesh erreichte uns ein dringender Hilferuf von AMG-Indien, unserer Partnerorganisation. Während im Fernsehen die Folgen von Tsunami und Erdbeben in Samoa und Indonesien gezeigt wurden, spielte sich in dem südostindischen Bundesstaat eine Tragödie ähnlich großen Ausmaßes ab. Arun Kumar Mohanty, Direktor der AMG, schickte am ersten Oktober-Wochenende einen eindringlichen Appell an Dr. Deichmann. Die wichtigsten Passagen haben wir hier zusammengefasst:
Lieber Dr. Deichmann,
ich grüße Sie im Namen unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus.
Nach einem trockenen und sehr heißen Sommer hatten wir hier in Andhra Pradesh bereits Mitte August heftige, lang anhaltende Regenfälle. Das Wasser kam in solchen Mengen, dass viele Dörfer rasch von der Außenwelt abgeschnitten waren. Bewohner wurden aus ihren Häusern evakuiert und in Notunterkünften untergebracht.
Jetzt regnet es seit Tagen praktisch wieder ununterbrochen – insbesondere in den Küstenregionen von Guntur, wo das AMGZentrum in Chilakaluripet liegt. Auch der Distrikt Krishna, die Landeshauptstadt Hyderabad und der Süden des Bundesstaates sind betroffen und viele Orte sind total verwüstet.
Am stärksten bekam die fünftausend Einwohner zählende Stadt Kurnool die Wucht der Wassermassen zu spüren: Dort sind etwa 80 % des Stadtgebietes überflutet, Gebäude stehen bis zur zweiten und dritten Etage im Wasser, Menschen halten verzweifelt nach Helfern Ausschau, schreien um Hilfe, sind in Panik – es spielen sich Szenen ab, die uns fassungslos machen. Am schlimmsten sind Alte, Kranke und Kinder betroffen. Die Regierung setzt Motorboote und Helikopter ein, um die Bevölkerung zu retten. Inoffiziellen Angaben zufolge haben bereits Hunderte Menschen ihr Leben verloren. Es gibt kein Trinkwasser, keine Nahrung, keine Stromversorgung – auch nicht in den anderen überfluteten Regionen im GunturDistrikt.
Eine Flut wie diese, die Tausende von Menschen ins Elend stürzte, hat es nach Expertenmeinung in der Region seit 1913 nicht mehr gegeben. Sie wurde noch dadurch verschärft, dass Wasserrückhaltebecken und Staudämme geöffnet werden mussten, weil die Gefahr von Dammbrüchen bestand. An den Ufern des Krishna sind noch immer 400 Ortschaften von der Flut bedroht, viele andere sind bereits darin untergegangen. Straßen und Eisenbahnschienen sind zerstört, in weiten Teilen der Region ist die Ernte vernichtet.
Der Ministerpräsident des Bundesstaates forderte Hilfe bei Armee und Nichtregierungsorganisationen an, die mit dem Aufbau von Notunterkünften begonnen haben. In einem ersten Schritt haben wir, die AMG India, 50.000 Nahrungsmittelpakete bereitgestellt – jetzt wollen wir nochmals 6.000 Familien im GunturDistrikt helfen, indem wir ihnen Pakete mit 10 Kilo Reis, 2 Kilo Dal, einem Liter Speiseöl, Seife, Kleidung und Decken liefern. Um diese Pakete zusammenzustellen und an die bedürftigen Familien auszuliefern, benötigen wir umgerechnet etwa 90.000 Euro – das sind 15 Euro pro Familie, die wir unterstützen.
Ich bitte Sie, wohlwollend zu prüfen, ob wortundtat uns bei dieser Aufgabe behilflich sein kann.
Ihr Arun Kumar Mohanty,
Direktor der AMG Indien
PS: Spontan haben sich auch unsere indischen Mitarbeiter entschlossen, einen Tageslohn für die Nothilfe zur Verfügung zu stellen.
wortundtat möchte helfen. Bitte helfen auch Sie. Mit 15 Euro erreicht ein Paket mit Kleidung und Lebensmitteln eine Familie in dem von den Fluten zerstörten Gebiet. Bitte geben Sie bei Ihrer Spende den Verwendungszweck „Überschwemmungen Indien“ an. Sie können auch direkt online spenden.





