Wort und Tat


UNICEF - Bericht

UNICEF-Studie zu Kinderrechten erschienen

Laut einer Untersuchung der UNICEF sind viele Millionen Mädchen und Jungen weltweit Opfer von Gewalt, Ausbeutung oder Menschenhandel. In einer kürzlich veröffentlichten ersten umfassenden Bestandsaufnahme zu  Kinderrechtsverletzungen weltweit schrieb das Kinderhilfswerk unter anderem: „150 Millionen Kinder unter 15 Jahren müssen hart arbeiten und gehen deshalb kaum oder gar nicht zur Schule.“

In Ländern, in den wortundtat aktiv ist, haben es Kinder besonders schwer: In Indien – so das Detailergebnis – müssen etwa 29 Millionen Kinder zwischen 5 und 14 Jahren (rund 12 Prozent) arbeiten. In Tansania tragen etwa 36 Prozent dieser Altersgruppe durch schwere Hausarbeit oder Erwerbsarbeit zur Sicherung des Überlebens der Familie bei.

Weil arbeitende Kinder nicht lernen können, bleiben sie oft mitsamt ihren Familien im Kreislauf aus Armut und mangelhaften Zukunftsperspektiven stecken. wortundtat bemüht sich daher besonders darum, Bildungsmöglichkeiten für die Ärmsten zu schaffen. Ein solches Projekt ist die Steinbruchschule im indischen Yeleswaram.

Was Kinderarbeit begünstigt

Eine Ursache dafür, dass Kinder arbeiten müssen, ist die fehlende Registrierung nach der Geburt. Denn wer nicht registriert ist, existiert offiziell nicht und kann dementsprechend auch nicht  zum Schulbesuch eingeladen werden. Auch unter diesem Aspekt gehören Indien und Tansania zu den Ländern mit relativ ungünstigen Bedingungen für Kinder: 

  • Indien: Dort wurden 2007 etwa 16 Millionen neu geborene Kinder nicht registriert – auf dem Land liegt die Quote der Nicht-Registrierten bei etwa 70, in der Stadt bei etwa 48 Prozent.
  • Tansania: Dort werden lediglich etwa 8 Prozent der Kinder bis fünf Jahren registriert – eine der schlechtesten Registrierungsraten weltweit.

Der UNICEF-Report zum Kinderschutz („Progress for Children“) trägt Daten aus nahezu allen Ländern der Erde zusammen. Er erschien wenige Wochen vor dem 20. Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November 2009 und kann auf der Internetseite der Organisation im Pressebereich kostenlos als PDF heruntergeladen werden.