Indienreise 2009
Reisetagebuch - Dr. Deichmann informiert sich über Projekte in Indien
Vielen Dank für Ihr Interesse – das Reiseprogramm von wortundtat-Gründer Dr. Heinz-Horst Deichmann hat am Dienstag, 3. November im indischen Visakhapatnam, im Norden des Bundesstaates Andhra Pradesh, begonnen. Lesen Sie hier die aktuellen Kurzberichte von der Reise. Für einen ausführlichen Reisebericht fordern Sie bitte das kommende Magazin an.
Freitag, 13. November 2009
Piduguralla – die letzte wortundtat-Station auf der Reise von Dr. Deichmann. Hier arbeiteten bis vor wenigen Jahren Eltern mit ihren Kindern an und auf Kalköfen. Es ist eine schmutzige, gefährliche und schlecht bezahlte Arbeit: Viele Arbeiter haben Lungenprobleme vom feinen Kalkstaub, der über der Region liegt. Gearbeitet wird ohne jegliche Schutzkleidung in giftigen Dämpfen, die beim Brennen des Kalks entstehen, teilweise in 20 Metern Höhe. Hinzu kommt die – schon jetzt im indischen Winter – fast unerträgliche Hitze, die die Feuer in den Öfen noch einmal verstärken.
wortundtat hat als erste Maßnahme eine behelfsmäßige Grundschule und eine Kindertagesstätte eingerichtet, um die wenigstens die kleinen Kinder aus dieser Situation herauszuholen. Jetzt können sie lernen und später unter Umständen einen anderen Beruf ausüben. Viele bürokratische Hürden ließen in der Vergangenheit die Hilfe nur langsam vorankommen. Heute konnte ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem besseren Leben für die Menschen an den Kalköfen gegangen werden: In fußläufiger Entfernung wird eine Siedlung mit 750 Häusern gebaut, teilfinanziert mit öffentlichen Geldern. Den Anteil, den die Arbeiter sonst selbst zahlen müssten, übernimmt nun wortundtat – zusammen knapp 110.000 €. Mitten in der Siedlung wird eine AMG-Schule gebaut. Sie wird offen für alle Kinder sein, unabhängig von ihrem Glauben oder dem ihrer Eltern.
Donnerstag, 12. November 2009
Der letzte Tag in Chilakaluripet. Zum Abschluss wurde auf dem Campus eine große Andacht gefeiert. Schülerinnen und Schüler kamen, ihre Lehrer ebenfalls, Sozialarbeiter von AMG, Bewohner des Altenheims, Angehörige von Gefangenen, die wortundtat unterstützt, und viele andere – zusammen waren es sicher 2.000 Menschen. Dr. Deichmann sagte in seiner Predigt: „Es hat mich sehr beeindruckt, wie ihr gesungen habt ‚Pray for India‘. Und ich bitte Euch: Betet wirklich für diese wunderbare Nation und seine wunderbaren Menschen. Indien entwickelt sich rasant weiter. Auch ihr Schüler macht große Fortschritte, das haben wir bei Euren Vorführungen sehen können – ich bin sehr froh darüber. Aber ich bitte Euch auch: Vergesst nicht, dass 500 Millionen Menschen in diesem Land unter der Armutsgrenze leben. Wenn ihr es könnt, dann gebt von dem, was ihr hier bei AMG erworben habt, auch wieder weiter an andere, denen es schlechter geht.“ Den Verantwortlichen von AMG, die hier in Indien rund 100.000 Menschen – darunter 20.000 Kindern – helfen, gab Dr. Deichmann, bevor er sich verabschiedete, Verse aus einem Paulusbrief mit auf den Weg: „Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus! Darum, meine lieben Brüder, seid fest, unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.“ (1. Korinther 15, 57f)
Mittwoch, 11. November 2009
„Als Jesus in Israel unterwegs war, traf er immer wieder auf Menschen wie die, denen wir heute hier auf dem Campus begegnet sind: Ausgestoßene, Alleingelassene, Kranke, Hilfebedürftige. Er erbarmte sich ihrer, nahm sie in die Arme, half ihnen, heilte oder integrierte sie – so steht es in vielen Berichten in der Bibel. Wie sich dieses Erbarmen anfühlt, das habe ich gemerkt, als ich das erste Mal in Indien war und das merke ich auch jetzt jedes Mal wieder, wenn ich diesen Ärmsten der Armen begegne“, sagte Dr. Deichmann im Zusammenhang mit einer Andacht, die er vor rund 4.000 Menschen aus der Region Chilakaluripet auf dem AMG-Gelände hielt. Es waren Frauen und Kinder von Farmern, die sich wegen schlechter Ernten das Leben genommen hatten (s. Bildleiste), Leprakranke, die auf der Straße leben, HIV-positive Frauen und Männer und zahlreiche Blinde. Sie erhielten ein warmes Mittagessen, Lebensmittelrationen für einen Monat und Kleidung. Dr. Deichmann gab ihnen mit auf den Weg, dass die Botschaft der Bibel eine Nahrung bereithält, die nicht nur den Körper, sondern auch die Seele satt macht.
Dass die Tat ebenso wichtig wie das Wort ist, wurde beim darauffolgenden Termin deutlich: Dalits – Unberührbare – sind Inder, die der untersten Gesellschaftsschicht angehören. In der Vergangenheit hatten sie praktisch keine andere Aufgabe, als den Dreck von den Straßen zu räumen. Diskriminierung aufgrund der Kastenzugehörigkeit ist laut indischer Verfassung offiziell verboten, doch die Realität sieht vielerorts anders aus und so sind es auch heute noch ausschließlich Dalits, die die Straße reinigen. „Angehörige anderer Kasten würden lieber sterben, als diese Arbeit zu machen“, meint Arun Kumar Mohanty, Direktor der AMG. Bildung aber ist der Ausweg aus diesem gebrochenen Leben (Dalit steht für „gebrochen“, „zertreten“). Deshalb baut AMG jetzt in einer Dalit-Siedlung am Rande von Chilakaluripet eine Schule für die Kinder, der Unberührbaren (s. Bildleiste). Wenn sie einen Schulabschluss haben, steigen ihre Chancen auf bessere Arbeitsplätze.
Dienstag, 10. November 2009
Der HERR ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl
und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.
Psalm 23 war gleich zweimal Thema am heutigen Tag, den Dr. Deichmann mit Besuchen auf dem AMG-Campus und bei den Straßen- und Eisenbahnkindern in Chirala verbrachte. Morgens, nach einer künstlerischen Darbietung der High School-Schüler, trug eine große Gruppe Kinder diese Verse vor. Und als Dr. Deichmann in Chirala (wo wortundtat ein Heim für junge Männer betreibt, die auf der Straße und in Eisenbahnen lebten) fragte, ob sie lesen könnten, stand einer von ihnen auf und wählte für seinen Vortrag wiederum diesen Psalm aus.
In Schule und Straßenkinder-Heim sind wahrlich viele Menschen, die für ihr junges Leben schon manches dunkle Tal durchschritten haben. Wie etwa der 15jährige Mahesh (s. Bildleiste), der gern zur Schule gehen, dessen Vater ihn jedoch zum Arbeiten haben wollte. So lief der Junge nach dem Tod der Mutter von Zuhause weg, flüchtete auf Eisenbahngleise und in Züge. Dort sammelte er monatelang Leergut, kaufte sich für das Pfand Essen, wurde mehr schlecht als recht satt und schlief auf Bahnhöfen, in Waggons oder an der Straße. Ein halbes Jahr war er so unterwegs bis er auf dem Bahnhof Chirala – sieben Zugstunden von Zuhause entfernt – einen Leidensgenossen traf, der ihm von der wortundtat-Einrichtung im Ort erzählte. Mahesh nutzte die Gelegenheit und lies das Leben Vagabundenleben gern hinter sich. Jetzt ist er im Heim für Railway-Children – wie diese jungen Männer genannt werden – und freut sich auf die Schule, die für ihn demnächst beginnen soll.
Montag, 9. November 2009
Heute traf Dr. Deichmann Vertreter der Universität in Guntur, der 40 Kilometer von Chilakaluripet entfernt liegenden Distrikt-Hauptstadt (vergleichbar den deutschen Regierungsbezirken). Zur Finanzierung des Hörsaalgebäudes hatte wortundtat beitragen können. Der Besuch war spontan ins Programm aufgenommen worden: Auf dem Campus begann ein Jugend-Kultur-Festival, bei dem Studenten aus der Region ihr Können präsentieren – auch solche, die AMG-Colleges besuchen, nehmen daran teil und erzielten in der Vergangenheit bis auf Bundesstaatsebene immer wieder ausgezeichnete Platzierungen.
Während die jungen AMG-Studenten ihre Zukunft noch vor sich haben, ist ein paar Kilometer weiter der Tod ein ständiger Begleiter: In der TB-Klinik bei Chilakaluripet werden unter anderem Menschen betreut, die gegen die herkömmliche Antibiotika-Behandlung bereits resistent sind. Ihre Überlebenschance beträgt etwa 50%. Die einzige Möglichkeit, die Krankheit zu heilen, ist die Multiple Drug Therapy, die Behandlung mit mehreren Medikamenten, die diese Kranken in der Klinik erhalten. Sie muss über einen langen Zeitraum angewandt werden und ist sehr kostspielig. Tuberkulose ist nach wie vor eine Krankheit, die man in Indien kaum in den Griff bekommt – mehr darüber lesen Sie im kommenden wortundtat-Magazin.
Eine andere Krankheit konnte in Indien dank konsequenter Impfungen dagegen nahezu besiegt werden: Die Zahl der an Poliomyelitis (Kinderlähmung) neu erkrankten Kinder geht immer weiter zurück. Entsprechend leert sich die Schule für Kinder mit Poliomyelitis auf dem wortundtat-Campus in Chilakaluripet zusehends. Während früher etwa 300 Kinder und Jugendliche hier lernten und lebten, sind es heute nur noch etwa 80 und nur noch selten kommen neue Kinder hinzu.
Angesichts der herzlichen und zahlreichen Dankesbekundungen von allen Seiten machte Dr. Deichmann immer wieder darauf aufmerksam, warum er diese Hilfe leisten kann: „Dankt nicht mir, denn ich habe nichts aus eigenem Verdienst erworben, sondern alles nur Gottes Gnade zu verdanken.“
Sonntag, 8. November 2009
Auf dem Gelände des Junior College in Bommuru feierte Dr. Deichmann einen Abendmahlsgottesdienst mit Studenten, Schülern und vielen Leprakranken, die von wortundtat unterstützt werden. Viele von ihnen haben verkrüppelte Hände, Füße oder auch Gesichter. Als von der Gesellschaft Ausgestoßene und ohne jede soziale Absicherung sind sie auf mildtätige Hilfe anderer angewiesen – eine Perspektive auf dieser Welt haben sie kaum noch. „Umso mehr freut es mich zu sehen, dass eine ganze Reihe dieser armen Menschen das Opfer angenommen haben, das Jesus durch seinen Tod am Kreuz gebracht hat. Nun sind sie auf dem Weg zum Ewigen Leben, der sich uns durch die Auferstehung Jesu aufgetan hat“, sagte Dr. Deichmann.
Nach einem weiteren Stopp an der Schule in Rajavolu, wo über 1.000 Lebensmittelrationen an andere Leprakranke verteilt wurden, wurde der Weg nach Chilakaluripet eingeschlagen – der letzten Etappe des Besuchs. Unterwegs – bei der Fahrt durch eine verregnete Landschaft mit grauem Himmel – kamen im klimatisierten Auto ansatzweise Heimatgefühle auf. Sobald sich jedoch die Türen des Wagens öffneten holten einen schwüle 28 bis 32° Celsius schlagartig in die indische Realität zurück. Dennoch: Auf den Straßen verkaufen Händler dicke Decken: Auch hier ist jetzt Winter.
Samstag, 7. November 2009
Die Analphabetenquote in Indien wird von der indischen Regierung auf etwa 35% geschätzt – obwohl in der Verfassung das Ziel der Erziehung für alle verankert ist. Als Hauptgründe für die überwiegend geringe Qualität der staatlichen Schulen werden die fehlende fundierte und moderne Lehrerausbildung sowie die oft schwache finanzielle, personelle und materielle Ausstattung der Schulen genannt. „Ich war tief bewegt von den Eindrücken, die ich aus den Schulen in Bommuru, Rajavolu und Yeleswaram mitgenommen habe – vom Wissen der Kinder und von ihren Fähigkeiten, das Gelernte zu präsentieren. Schließlich bleibt Bildung der Schlüssel für ihre Zukunft“, sagte Dr. Deichmann im Rahmen einer Schüleraufführung.
Am Junior College in Bommuru zeigten Schülerinnen den Gästen aus Deutschland unter anderem, wie es Anfang Oktober zu der Flutkatastrophe hatte kommen können, die 1,5 Millionen Menschen obdachlos gemacht hatte. Angehörige der wortundtat-Partnerorganisation AMG, Schüler und deren Eltern hatten zusammen 650.000 Rupien (fast 10.000 €) für die Flutopfer gespendet. Zusammen mit den Spenden aus Deutschland konnte so vielen Menschen geholfen werden.
Freitag, 6. November 2009
Schwache und Ausgegrenzte haben es in Indien sehr schwer und bedürfen der besonderen Fürsorge. Der heutige Tag der Reise stand ganz in ihrem Zeichen: Am Morgen besuchte die Gruppe ein Altenheim in Peddapuram. Die dort lebenden 45 Frauen im Alter zwischen 70 und 85 Jahren, die nicht mehr selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen können, müssten sich ohne die Hilfe von wortundtat mit Betteln über Wasser halten. So aber kümmern sich eine Krankenschwester und mehrere Hilfskräfte um sie und regelmäßig schaut auch ein Arzt nach ihnen. Später besuchte Dr. Deichmann die Residential High School in Rajavolu wo auch behinderte Kinder die Möglichkeit haben, etwas zu lernen und so ihre Ausgangssituation für ihr späteres Leben zu verbessern. In der indischen Gesellschaft würde diesen Kindern ohne fremde Hilfe wahrscheinlich ein Leben auf der Straße bevorstehen. Sowohl die Alten als auch die Kinder drückten ihre Freude über den Besuch von Dr. Deichmann aus. Der war glücklich darüber, dass die Hilfe der vielen tausend Spender aus Deutschland so gut bei den Menschen in Indien ankommt.
Ein weiteres Highlight: In der Augenklinik in Rajahmundry steigen die Behandlungszahlen wieder. Dr. Deichmann wohnte einer Operation am Grauen Star bei und war danach begeistert: „Nach nur fünf Minuten war die künstliche Linse eingesetzt und die Patientin konnte den Operationssaal wieder eigenständig verlassen. Toll, was hier mit so einfachen Sachen möglich ist.“
Donnerstag, 5. November 2009
Heute hat Dr. Deichmann in Kakinada ein volles Programm absolviert. In der Hafenstadt mit rund 150.000 Einwohnern betreibt wortundtat neben einem kleinen Altenheim, einer Milchausgabe für stillende Mütter, verschiedenen Hausbauprojekten und anderen kleineren Hilfsangeboten vor allem eine große Schule mitten in einem Slum. Mit 1.900 Schülern hat die Schule nun fast ihre volle Auslastung erreicht. Zudem standen Besuche im öffentlichen Krankenhaus und bei einem Regierungsbeamten auf der Agenda – das bedeutet zehn Stunden unterwegs sein bei Temperaturen um die 30° Celsius, einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit und oftmals umgeben von Gerüchen, die man in Deutschland höchstens in der Nähe von Müllkippen findet.
„Die Aussage, dass Gott jeden Menschen liebt, wirklich jeden, bekommt angesichts der Menschen in diesem Armenviertel eine ganz neue Bedeutung“, sagte der wortundtat-Gründer. Nach dem Besuch dort aber gab es auf dem benachbarten Schulgelände aufwändig einstudierte Theaterstücke und Präsentationen des Wissens von Schülerinnen und Schülern zu sehen. Die Kinder im Alter zwischen fünf und 15 Jahren, die zum großen Teil aus den Slums stammen, ermutigte Dr. Deichmann: „Es ist beeindruckend zu sehen, was ihr aus Euch gemacht habt. Macht weiter so! Ihr seid die Zukunft Indiens! Niemand kann Euch da halten, wo ihr seid, wenn ihr euch um Wissen und Bildung bemüht.“
Mittwoch, 4. November 2009
Das Ruth Deichmann Hospital in Visakhapatnam wurde im Mai 2009 in Betrieb genommen (s. Bildleiste). 120 Betten und drei Operationssäle für unterschiedliche medizinische Fachrichtungen stehen dort zur Verfügung – mit der Option zur Erweiterung. Überwiegend werden Menschen behandelt, die sich eine Behandlung sonst nicht leisten könnten. Jetzt, im November, kommen nicht so viele Patienten in die Ambulanz wie während des Monsuns, wo Malaria oder Denguefieber zu schweren Erkrankungen führen. Dann besuchen täglich bis zu 100 Patienten die Ambulanz. Im stationären Bereich sind nun etwa doppelt so viele Behandlungen möglich wie im nahe gelegenen ehemaligen Hospital, das zur Krankenpflegeschule umgebaut werden soll.
„Jesus hat uns aufgetragen, die Kranken zu heilen, den Hungernden zu essen zu geben und denen in Not zu helfen. Wir in Deutschland sind in der glücklichen Lage, helfen zu können, also haben wir auch die Verpflichtung dazu. Das Wichtigste aber, was wir den Menschen hier geben können, ist das Wort des allmächtigen Gottes“, sagt Dr. Deichmann, der sich über die Erkrankungen und ihre Behandlung von den Ärzten berichten lässt und gemeinsam mit ihnen überlegt, wie die Auslastung des Hauses noch verbessert werden kann (s. Bildleiste).
Dienstag, 3. November 2009:
Der erste Tag in Andhra Pradesh. In der kleinen Stadt Bhimunipatnam besucht Dr. Deichmann die Residential Englisch Medium High School mit rund 1.200 Schülerinnen und Schülern. Die Schüler feiern ein farbenprächtiges Schulfest – auch einige Eltern sehen sich die Aufführungen ihrer Kinder an. Die älteren Jugendlichen zeigen in eindrucksvollen Präsentationen, was sie gelernt haben. Ein Mädchen erklärt, was die Schweinegrippe ist, wie sie entsteht und wie man sie behandeln kann (s. Bildleiste). In Indien haben die Menschen jedoch andere Probleme: Nur etwa 5% aller dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Personen verfügen nach Regierungsangaben über eine berufliche Qualifikation; bei den unter 30jährigen haben ganze 2% eine formale Berufsausbildung absolviert. „Bildung gibt den Menschen eine Chance, aus ihrer Armut herauszukommen. Dafür lohnt sich unsere Arbeit“, sagt Dr. Deichmann nach dem Besuch.






