Republik Moldau
80 Prozent der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze
Moldawien gehört zu den ärmsten und wohl auch unbekanntesten Ländern Europas. Das Land zwischen Rumänien und der Ukraine ist mit 33.800 Quadratkilometern etwas größer als Belgien. Von den knapp 3,3 Mio. Einwohnern leben unterschiedlichen Angaben zufolge etwa 80 % unter der Armutsgrenze. Seit Auflösung der UdSSR kämpft Moldawien mit dem Übergang von der kommunistischen Planwirtschaft zur Marktwirtschaft einerseits und der Suche nach einer gemeinsamen nationalen Identität der unterschiedlichen Bevölkerungsteile andererseits.
wortundtat unterstützt seit 2006 in der 20.000-Einwohner-Stadt Ciadir Lunga das gemeinnützige diakonische Zentrum „Gloria“. Engagierte Christen boten dort schon seit längerem stundenweise kostenlose ärztliche Beratung und Versorgung an.
Infrastruktur
Mit Hilfe von wortundtat konnte ein altes Bankgebäude erworben und zu einem diakonisch-medizinischen Zentrum umgebaut werden. Seit Herbst 2007 kümmert sich „Gloria“ dort um Hilfsbedürftige.
Medizinische Hilfe
Vier Ärzte führen etwa 3.000 kostenlose Behandlungen pro Monat in einer gut ausgestatteten internistischen Praxis mit angeschlossenem Labor durch. Über die eigene Apotheke können sie die Patienten auch mit den notwendigen Medikamenten versorgen.
Seit Januar 2009 hat „Gloria“ einen ambulanten Pflegedienst für bettlägerige mittellose Bürgerinnen und Bürger von Ciadir Lunga aufgenommen. Eine Krankenschwester und ihr Fahrer sind Vormittags mit dem Niva-Geländewagen unterwegs, um Verbände zu wechseln, aufzubetten, Medikamente und Lebensmittel zu überbringen und den Menschen Zuspruch zu leisten.
Diakonische Hilfe
Ein täglicher warmer Mittagstisch hilft bis zu 70 Besuchern durch den Tag. Wer nicht selbst ins Zentrum kommen kann, bekommt die warme Mahlzeit geliefert - durch Angehörge oder „Gloria“-Mitarbeiter, die die notleidenden Menschen auch mit Lebensmitteln, Kleidung, Decken oder Medikamenten versorgen.
Trost erfahren die Hilfesuchenden durch das Wort Gottes in Kurzandachten vor dem mittäglichen Freitisch oder an Sonntagnachmittagen bei Bibelstunden.
Zweimal im Jahr macht sich die Auslandshilfe des Bundes Freier evangelischer Gemeinden mit einem 40-t-Lastzug voller Hilfsgüter auf den Weg nach Ciadir Lunga.




