Wort und Tat

Notunterkunft

Erste Bewohner sind eingezogen

Nach seiner Reise in die Republik Moldau berichtete Gert Maichel, deutscher Ansprechpartner für das wortundtat-Projekt in Ciadir Lunga: „Inzwischen sind in der Notunterkunft schon zehn Männer von der Straße aufgenommen worden. Nach Monaten oder Jahren auf der Straße bekommen sie zunächst die Möglichkeit, sich gründlich zu reinigen. Dann werden sie alle neu eingekleidet und medizinisch untersucht, um eventuell ansteckende Krankheiten zu erkennen und behandeln zu können. Derzeit sind in zwei Übernachtungsräumen zwölf Plätze vorhanden, vier weitere können noch geschaffen werden. Wir nehmen die Gäste nur schrittweise auf, um auch die Betreuer nicht zu überfordern.“

Die Eröffnung der Notunterkunft war durch viele bürokratische Hindernisse verzögert worden. Nicht zuletzt das Machtwort eines Landrates, der die wortundtat-Partnerorganisation Gloria stark unterstützt, hat dazu beigetragen, dass die Einrichtung nach langem Ringen erste Bewohner aufnehmen konnte.

Schuldächer vom harten Winter undicht

Jetzt, nach dem harten Winter, treten weitere Probleme zutage: Der stellvertretende  Baschkan (höchster politischer Vertreter der autonomen Region Gagausien)  berichtete nach dem langen Frost viele Schuldächer undicht geworden seien und Wasser durch die Decken käme. Allein in der 20.000 Einwohner-Stadt Ciadir Lunga seien drei Schulen betroffen. Haushaltsmittel für die dringenden Reparaturen sind nicht vorhanden. wortundtat prüft derzeit, ob dort geholfen werden kann. Im vergangenen Jahr hatte das Hilfswerk bereits bei einem Kindergarten nahe des diakonischen Zentrums Gloria die teilweise verrotteten Fenster ausgetauscht.