Republik Moldau
wortundtat im Armenhaus Europas
Die Republik Moldau im Südosten Europas - zwischen Rumänien und der Ukraine gelegen - wird auch das Armenhaus des Kontinents genannt. Zum Vergleich: Die rund 3,4 Millionen Einwohner des Landes erwirtschafteten im Jahr 2008 ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 4,1 Milliarden Euro. Die Einwohner Berlins – ebenfalls 3,4 Millionen – schafften im gleichen Zeitraum 87,5 Milliarden Euro. Und: Das Pro-Kopf BIP betrug 2008 in Moldawien 165 Euro, während dieser Wert in Deutschland bei 30.270 Euro lag.
Der sogenannte Human Development Index (HDI*) gibt aussagekräftigere Informationen über die Lebensverhältnisse eines Landes als der Blick auf das BIP. Nach Berechnung der Vereinten Nationen belegt die Republik Moldau auf diesem Index Platz 117 von 182 Ländern. Das nächst bessergestellte Land in Europa ist die Ukraine auf Platz 85. Deutschland belegt Platz 22. Hier finden Sie Eindrücke vom Leben, Arbeiten und von den Menschen in der Republik Moldau.
Im Süden der Republik Moldau liegt das autonome Gebiet Gagausien (sprich: Gaga-usien) mit rund 155.000 Einwohnern. Es teilt sich in einen großen Landstrich und mehrere Enklaven, die teilweise unabhängig von der Republik Moldau sind. Eine der drei Städte Gagausiens ist Ceadir Lunga mit etwa 20.000 Einwohnern. Nach inoffiziellen Schätzungen sind in der von Landwirtschaft geprägten Region etwa 40-45 Prozent der Erwerbsfähigen ohne Arbeit. Das Wassernetz liefert nur Brauchwasser. Trinkwasser kommt aus besonderen Brunnen. Strom und Erdgas stehen nur unregelmäßig zur Verfügung. In dieser Stadt haben Tamara und Vitaly Paunow zusammen mit ihrer christlichen Gemeinde schon vor Jahren begonnen, Hilfe für die Ärmsten zu leisten – so gut es ihnen mit den wenigen vorhandenen Mitteln möglich war. Den Helfern ist ihr Glaube Ansporn und Kraftquelle – wo sie auf Offenheit unter den Bedürftigen stoßen, berichten sie von ihrem Glauben.
2006 entstand der Kontakt zu wortundtat, und gemeinsam konnte die gemeinnützige Gesellschaft Gloria gegründet werden. In einem ehemaligen Bankgebäude richtete Gloria ein medizinisch-diakonisches Zentrum ein. Seit 2007 wird von dort aus die Hilfe für die Menschen in der Region organisiert. Noch befindet sich die Arbeit in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Soziales in den Anfängen. Heinrich Deichmann, Vorsitzender des Verwaltungsrats der DEICHMANN SE und Sohn des wortundtat-Gründers Dr. Heinz-Horst Deichmann, widmet diesem Projekt besondere Aufmerksamkeit. Das Ehepaar Marion und Dr. Gert Maichel begleiten die Arbeiten in der Stadt intensiv als Projektkoordinatoren.
* Der HDI berücksichtigt neben dem Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner eines Landes insbesondere auch die Lebenserwartung und den Bildungsgrad der Bevölkerung. Er wird von den Vereinten Nationen berechnet.
