Wort und Tat

Moldawien

wortundtat hilft in Moldawien, dem Armenhaus Europas

Die Republik Moldau im Südosten Europas - zwischen Rumänien und der Ukraine gelegen - wird auch das Armenhaus des Kontinents genannt. Zum Vergleich: Die rund 3,56 Millionen Einwohner des Landes erwirtschafteten im Jahr 2011 ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund 5,07 Milliarden Euro (Auswärtiges Amt). Die Einwohner Berlins – vergleichbare 3,4 Millionen – schafften im gleichen Zeitraum etwa 101 Milliarden Euro (Konjunkturdaten Berlin). Und: Das Pro-Kopf BIP betrug 2011 in Moldawien rund 2.500 Euro, während dieser Wert in Deutschland bei etwa 32.000 Euro (Statistisches Bundesamt) lag.

Der sogenannte Human Development Index (HDI*) gibt aussagekräftigere Informationen über die Lebensverhältnisse eines Landes als der Blick auf das BIP. Nach Berechnung der Vereinten Nationen belegt die Republik Moldau auf diesem Index Platz 113 von 187 Ländern. Das nächst bessergestellte Land in Europa ist Bosnien und Herzegowina auf Platz 81. Deutschland belegt Platz 5 (Stand: 2013). Hier finden Sie Eindrücke vom Leben, Arbeiten und von den Menschen in der Republik Moldau. Carsten Wilms, der Ständige Vertreter der deutschen Botschaft in der Republik Moldau, schilderte im August 2012 im Interview mit wortundtat seine Sicht des Landes.

Engagement im autonomen Gebiet Gagausien

Im Süden der Republik Moldau liegt das autonome Gebiet Gagausien (sprich: Gaga-usien) mit rund 155.000 Einwohnern. Es teilt sich in einen großen Landstrich und mehrere Enklaven, die teilweise unabhängig von der Republik Moldau sind. Eine der drei Städte Gagausiens ist Ceadir Lunga mit etwa 20.000 Einwohnern. Nach inoffiziellen Schätzungen sind in der von Landwirtschaft geprägten Region etwa 40-45 Prozent der Erwerbsfähigen ohne Arbeit. Das Wassernetz liefert nur Brauchwasser. Trinkwasser kommt aus  besonderen Brunnen. Strom und Erdgas stehen nur unregelmäßig zur Verfügung. In dieser Stadt haben Tamara und Vitaly Paunov zusammen mit ihrer christlichen Gemeinde schon vor Jahren begonnen, Hilfe für die Ärmsten zu leisten – so gut es ihnen mit den wenigen vorhandenen Mitteln möglich war. Den Helfern ist ihr Glaube Ansporn und Kraftquelle – wo sie auf Offenheit unter den Bedürftigen stoßen, berichten sie von ihrem Glauben.

2006 entstand der Kontakt zu wortundtat, und gemeinsam konnte die gemeinnützige Gesellschaft Gloria gegründet werden. In einem ehemaligen Bankgebäude richtete Gloria ein medizinisch-diakonisches Zentrum ein. Seit 2007 wird von dort aus die Hilfe für die Menschen in der Region organisiert. Heinrich Deichmann, Vorsitzender des Verwaltungsrats der DEICHMANN SE und Sohn des wortundtat-Gründers Dr. Heinz-Horst Deichmann, widmet diesem Projekt besondere Aufmerksamkeit. Das Ehepaar Marion und Dr. Gert Maichel begleiten die Arbeiten in der Stadt intensiv als Projektkoordinatoren.

Konkret hilft wortundtat in Moldawien in den Bereichen

* Der HDI berücksichtigt neben dem Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner eines Landes insbesondere auch die Lebenserwartung und den Bildungsgrad der Bevölkerung. Er wird von den Vereinten Nationen berechnet.

 

Geben Sie den Film weiter

Weitere Filme zur wortundtat-Arbeit finden Sie auf unserem Youtube-Kanal. Gern dürfen Sie diese Material oder Ausschnitte daraus nutzen, um andere Menschen über die Situation in Moldawien oder unseren anderen Projekten zu informieren oder unsere Arbeit vorzustellen. Wenn Sie die Filme nicht selbstständig herunterladen können, senden Sie bitte eine E-Mail mit Ihrer Anschrift und Ihrem Anliegen an redaktion@wortundtat.de.