Wort und Tat

Mehr Hilfe

Mehr Hilfe für die Flüchtlinge

Immer mehr Bedürftige besuchen das diakonische Zentrum, das wortundtat in Athen unterstützt. Waren es ursprünglich ein oder zwei Mahlzeiten, die pro Woche angeboten wurden, so gibt es dort mittlerweile von Montag bis Freitag Essen für Flüchtlinge, die in Athen gestrandet sind. Angesichts der Finanzkrise in Griechenland kommen auch immer mehr arme Griechen an dem Abend, an dem das Zentrum für die einheimische Bevölkerung seine Türen öffnet.

Auf das Jahr gerechnet werden in dem rund 200 Quadratmeter kleinen Saal etwa 35.000 Mahlzeiten verteilt – ohne die Snacks, die tagsüber während der Wartezeiten angeboten werden. Das Zentrum stößt damit an seine Kapazitätsgrenzen. Bereits im Jahr 2010 begannen die Mitarbeiter mit dem Ausbau der Küche. Da sie viele Arbeiten in Eigenleistung und zum Teil zusammen mit freiwillig helfenden Flüchtlingen erbrachten, zog sich der Umbau lange hin. Jetzt aber stehen die letzten Arbeiten an und die neu eingerichtete Küche kann bald in Betrieb genommen werden.

Trotzdem bleibt jede Hilfe in der engen Metropole eine echte Herausforderung: Die Helfer haben schon bei Anfahrt und Essensanlieferung zum Zentrum Probleme, weil der Parkraum extrem knapp ist. Zudem ist das diakonische Zentrum im siebten Stock eines großen Bürogebäudes untergebracht. Lediglich zwei kleine Aufzüge und ein schmales Treppenhaus führen dorthin. Hunderte Menschen nutzen beides zu den Stoßzeiten und drängen sich in den Fluren – verbunden mit Lärm und dem Geruch der Straße, den viele der Flüchtlinge an sich tragen, weil sie keine anderen Waschmöglichkeiten als unser Zentrum haben. So gibt es immer wieder Ärger mit den Nachbarn und anderen Mietern im Haus, die die Bedürftigen oftmals als Eindringlinge und Störenfriede empfinden.