Wort und Tat

Interview

Ein langer Weg

In den Jahren 2010 und 2011 erholte sich die moldauische Wirtschaft. Doch Zahlen sagen nur wenig über die Menschen und ihr Befinden aus. In Ceadir Lunga zum Beispiel, wo sich das sozial-diakonische Zentrum von wortundtat befindet, sieht man auf den ersten Blick nur wenig von solchen Fortschritten. wortundtat sprach mit Carsten Wilms, Ständiger Vertreter der Deutschen Botschaft in Chişinău, über die Perspektiven für Land und Menschen.

Gastfreundschaft der Moldawier ist beeindruckend

Carsten Wilms lebt seit Sommer 2011 im Land, zusammen mit Frau und Kind. Die junge Familie fühlt sich dort sehr wohl. Besonders beeindruckt sie die Gastfreundschaft der Moldauer: „In jedem Haushalt, sei er noch so arm, wird für den Gast der Tisch mehr als reichlich gedeckt.“ Fremden gegenüber seien die Moldauer offen und zugewandt. Eigenen staatlichen Einrichtungen stünden die Bürger jedoch kritisch gegenüber – „leider oft zurecht. Die Bürokratie ist oft noch in altem sowjetischen Denken verhaftet. Korruption und Vetternwirtshaftbleiben weit verbreitet“, sagt Wilms, der zugleich die Bemühungen der amtierenden demokratischen Regierung sieht, dieses Übel anzugehen, um Moldau langfristig nach Europa zu führen. Es sei „ein langer Weg“ dorthin, aber die Richtung stimme.

Im Interview spricht Wilms unter anderem über die Aspekte „Unterschiede zwischen Hauptstadt und ländlichen Regionen“, „Korruption“, „Engagement der Bundesrepublik Deutschland“ und „Investitionen deutscher Unternehmen in Moldau“. Hier lesen Sie alle Fragen und Antworten in einer PDF-Datei.