Wort und Tat

Steinbruchschule

Schulbank drücken statt Steine klopfen

Nachdem im Jahr 1995 National Worker in Steinbrüchen nahe der Stadt Yeleswaram zahlreiche Kinder bei schwerer körperlicher Arbeit angetroffen hatten, wurde in Sichtweite des Steinbruchs eine Schule errichtet – zunächst provisorisch in einer Reismühle. In den folgenden Jahren wurde dann eine große Schule aufgebaut und seitdem setzte die wortundtat-Partnerorganisation AMG India alles daran, immer mehr Eltern aus den 47 Steinbrüchen der Region neue Perspektiven für die Zukunft ihrer Kinder aufzuzeigen. Denn nur mit schulischer Bildung bekommen die Kinder Aussicht auf eine Ausbildung oder gar ein Studium. Diese Voraussetzungen wiederum sind der Schlüssel für eine Zukunft ohne die gefährliche und schlecht entlohnte Arbeit in den Steinbrüchen. Nicht immer war es leicht, die Eltern vom Sinn der Schule zu überzeugen, denn den Familien fehlt es oft am Nötigsten und sie sind auf jede noch so kleine Einnahmequelle angewiesen.

Mit 1.863 Schülerinnen und Schülern aber hat die Schule für ehemalige Steinbruchkinder im Schuljahr 2009/2010 ihre volle Auslastung erreicht: Insgesamt 1.763 Kinder sind nun in 37 Schulklassen registriert. Hinzu kommen 100 Kinder in zwei Klassen der Nähschule. Möglich wurde dieser Erfolg nicht zuletzt durch die Unterstützung aus Deutschland: Viele Menschen haben Klassenpatenschaften übernommen und unterstützen mit 18 Euro im Monat die Versorgung eines Platzes in der Schule.

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