Wort und Tat

Railway Children

Heim für Railway Children

Regelmäßige Tagesabläufe kennen sie nicht. Sie leben vom Betteln, versuchen durch Schuheputzen, Leergut sammeln oder Koffertragen Geld zu verdienen. Sie schlafen auf Bahnhöfen oder leeren Eisenbahnwaggons, fahren mit Zügen quer durchs Land, oftmals weit ab von ihrem ursprünglichen Zuhause: so genannte Railway Children, Eisenbahnkinder.
 
So zahlreich wie die Kinder, so zahlreich sind auch die Gründe, die sie auf die Züge getrieben haben: Bei dem Einen ist es der Verlust der Eltern, beim Anderen die Flucht vor ihnen oder den schlechten Lebensbedingungen, beim Dritten die Hoffnung, auf dem Zug etwas zu finden, was es zuhause nicht gab: Freunde oder wenigstens ein Auskommen.

2003 hatte wortundtat in der kleinen Stadt Chirala ein Projekt für diese Kinder gestartet: Eine Art Notunterkunft in unmittelbarer Nähe der Bahnhofsanlage. Dort werden sie betreut, versorgt und bekommen eine tägliche Mahlzeit. Die Kinder und Jugendlichen werden mit regelmäßigen Tagesabläufen vertraut gemacht. Ziel ist es, dass sie später die wortundtat-Schule im nahe gelegenen Chilakaluripet besuchen und durch die Ausbildung eine neue Perspektive für ihr Leben bekommen.

Rasch wurde die erste Unterkunft zu klein, weil sich das Hilfsangebot unter den Jugendlichen herumsprach. Eine neue Bleibe musste her. Sie wurde nicht weit vom alten Haus errichtet und beherbergt heute etwa 75 Railway Children.