Griechenland
Griechenland: wortundtat hilft Flüchtlingen
Der griechische Staat steht derzeit vor enormen wirtschaftlichen Problemen und politischen Aufgaben. Da geraten Menschen am so genannten ‚Rand der Gesellschaft‘ noch schneller aus dem Blickfeld des allgemeinen Interesses als sonst vielleicht üblich. Doch die Arbeit, die wortundtat in Athen unterstützt, ist schon viel älter als die Wirtschafts- und Finanzkrise Griechenlands: Bereits seit Anfang der 1980er Jahre betreut die Organisation Hellenic Ministries Hilfsbedürftige in Griechenlands Hauptstadt.
In den vergangenen Jahren hat dabei die Arbeit unter Flüchtlingen eine immer größere Bedeutung erlangt. Griechenland ist für die Menschen, die meist wegen Unterdrückung, Verfolgung oder mangelnder individueller Freiheit ihrer Heimat den Rücken kehrten, ein wichtiges Etappenziel: Auf ihrem Weg aus Nordafrika oder dem Mittleren Osten betreten viele von ihnen mit Überschreiten der türkisch-griechischen Grenze erstmals den Boden der Europäischen Union. Dort – so haben sie gehört – gibt es Frieden, Sicherheit und Arbeit. Doch haben sie mit Griechenland das Ziel ihrer Reise meist noch lange nicht erreicht. Fast alle Flüchtlinge wollen in den Norden Europas. Diese letzte Wegstrecke aber schaffen nur die wenigsten, weil sie aufgrund des europäischen Asylrechts in Hellas bleiben müssen, bis ihr Asylantrag bearbeitet wurde. Bis dahin erhalten sie kaum Unterstützung, sind vielfach auf sich selbst gestellt und nicht wenige von ihnen verlieren nach und nach die Hoffnung auf ein Leben, das besser ist als das, dem sie ursprünglich einmal entkommen wollten.
wortundtat nimmt sich dieser Menschen, die keine Heimat und oft kaum Perspektiven haben, an: Im diakonisch missionarischen Zentrum mitten in Athen haben die Mitarbeiter von Hellenic Ministries Dusch- und Waschgelegenheiten eingerichtet, jeden Tag gibt es kostenlose Abendmahlzeiten – immer für eine andere Gruppe Bedürftiger. Vor Beginn der Mahlzeiten erfahren die Gäste bei Hellenic Ministries etwas über die Gute Botschaft des Evangeliums. Und sie erleben, dass es Menschen gibt, die sie achten und die sich um sie kümmern – eine Erfahrung, die sie auf den Straßen Athens normalerweise nicht machen.
