Junge Erfinder

AMG-Schüler entwickeln GPS-Helm

Gowrinadh (links im Bild) ist 15 und Waise. Sein Freund Johny (rechts) ist gerade einmal 13 Jahre alt. Beide besuchen die achte beziehungsweise zehnte Klasse der AMG Schule in Chilakaluripet im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh. Gemeinsam sind sie auch erfolgreiche Konstrukteure: Im Team haben sie in ihrer Heimat einen Wettbewerb gewonnen, der Schüler für moderne Technik begeistern will. Ihr Wettbewerbsbeitrag: Ein Motoradhelm, der selbstständig die Standortdaten des Fahrers erfassen und weitergeben kann. Möglich ist dies dank der, aus Navigationsgeräten bekannten GPS-Technik.

Tüfteln, dranbleiben, nicht aufgeben – bis der Prototyp endlich fertig war und funktionierte, mussten Johny und Gowrinadh manchen Rückschlag einstecken.

Tüfteln, dranbleiben, nicht aufgeben: Bis der Prototyp endlich fertig war und funktionierte, mussten Johny und Gowrinadh manchen Rückschlag einstecken.

Früh übt sich

Johny berichtet: „Gemeinsam mit unserem Lehrer entwickelten wir die Idee eines Helms mit eingebautem GPS-Empfänger und verschiedenen Sicherheitsfunktionen.“ Der Helm hat zum Beispiel ein Warnsystem für überhöhte Geschwindigkeiten und sogar eine Wegfahrsperre, wenn der Fahrer seinen Kopfschutz nicht trägt oder Alkohol getrunken hat. Außerdem praktisch: eine Mini-Kühlung.

Drei Monate lang waren die Jungen täglich nach der Schule am Werk. „Einfach war die Entwicklung nicht“, sagt Johny und Gowrinadh ergänzt: „Beim Bau mehrerer Arbeitsmodelle brachen einige zunächst zusammen.“

Preis für Fleiß

Die Mühe lohnte und schließlich gelang ihnen der Bau eines Prototyps, den sie zum Wettbewerb einreichen konnten – und der ihnen schließlich sogar den ersten Platz in diesem Wettbewerb bescherte.

Wie es genau weitergeht, wissen die beiden Nachwuchstechniker nicht. Noch tüfteln sie an weiteren Funktionen des Helms, aber ein nächstes Projekt gibt es sicher bald.