Lehrerausbildung

Lehrer aus der Region für die Region

Lehrermangel ist nicht nur ein deutsches Problem, sondern belastet vor allem auch Entwicklungsländer wie Tansania. Das tansanische Bildungsministerium vermeldet derzeit bereits 26.000 nicht besetzte Stellen. Mit steigender Tendenz: Denn wenn nichts geschieht, potenziert sich laut einer Hochrechnung der UNESCO die Lücke bis zum Jahr 2030 auf mindestens 406.600 fehlende neue Fachkräfte*.

Auch im ländlichen Tunduru-Distrikt gibt es nach letzten uns vorliegenden Informationen mindestens 450 Pädagogen und zehn bis zwölf Sekundarschulen zu wenig. Kaum jemand, der im reicheren und besser entwickelten Norden des Landes gelebt hat, möchte in den Süden gehen, um dort zu arbeiten. wortundtat baute deshalb gemeinsam mit dem Projektpartner KIUMA das TTC – Teacher Training Center. In der im Herbst 2015 feierlich eröffneten Bildungseinrichtung werden nun jährlich bis zu 120 junge Frauen und Männer zu Lehrern ausgebildet (Die Geschichte von Maisha Salum Hasani, einem Schüler des ersten Jahrgangs, finden Sie hier.). Die meisten der Schüler sind im Distrikt aufgewachsen. Und so können hoffentlich viele von ihnen im Anschluss an das Studium den Lehrermangel in der Region nach und nach verringern.

Das TTC bietet auch die Möglichkeit zur Fortbildung: Etwa die Hälfte der Studierenden im ersten Jahrgang sind Lehrer aus nahegelegenen Schulen. Nach dem Unterricht, den sie selbst an Primarschulen in der Region erteilen, drücken sie noch einmal für einige Stunden die Schulbank und frischen ihr Wissen auf.

*Quelle: UNESCO Institute for Statistics (Stand: Oktober 2014)