Suppenküche

Wenn das Geld nicht zum Leben reicht, hilft das Mittagessen von Gloria durch schwere Zeiten

Die Renten vieler älterer Bewohner Moldawiens, oder die nur vorübergehend gewährten Arbeitslosenhilfen, sind so gering, dass viele Menschen im Land regelmäßig oder zeitweise Hunger leiden. Besonders im Winter wird der Hunger für viele zum ständigen Begleiter, weil das Geld nicht für Nahrung und Heizkosten reicht.

In der Küche des diakonischen Zentrums Gloria werden daher täglich um die einhundert Mahlzeiten zubereitet, die an Bedürftige verteilt werden. Viele Leute kommen zum Speisesaal und genießen neben dem Essen auch die Gemeinschaft mit anderen Gästen – jungen wie alten. Andere wiederum holen sich das Essen im Henkelmann ab und nehmen es für die Familie mit nach Hause. Und wer gar nicht laufen kann, der erhält „Essen auf Rädern“, das ein Fahrer des Zentrums in der Stadt austeilt.

Speisekammer mit Vorräten

Neben dieser täglichen Versorgung mit Mahlzeiten sind in der Speisekammer auch Vorräte gelagert. Die Gloria-Sozialarbeiterin nimmt davon einzelne Portionen mit, wenn sie Hausbesuche bei den Bedürftigen macht. So sparen sie etwas Geld, das sie zum Beispiel für die in den vergangenen Jahren besonders teuer gewordene Energie ausgeben können. Vor allem im Winter ist das eine große Hilfe, denn für Gas zahlen die Moldawier Weltmarktpreise. Das bedeutet für diejenigen mit niedrigem Einkommen: entweder Heizen oder Essen.