Soziales

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Sozialfall Moldawien: Die Menschen in der kleinen Republik sind auf sich selbst angewiesen – oder auf Hilfe von anderen

Den Menschen in Moldawien fehlt es praktisch an allem: Weil kaum Arbeitsplätze vorhanden sind, ist ein großer Teil der arbeitsfähigen Bevölkerung – in vielen Fällen sind das Familienväter und -mütter – ins Ausland gegangen und sucht dort nach Verdienstmöglichkeiten. Die zurückgebliebenen Angehörigen – Kinder und Senioren – hoffen darauf, dass die Emmigranten Geld schicken, damit die nötigsten Kosten gedeckt werden können. Natürlich fehlen Mama und Papa an allen Ecken und Enden, und viele Großeltern sind überfordert mit der Versorgung der Enkel. Zugleich sind die Sozialsysteme desolat. Kranken-, Arbeitslosen- oder Rentenversicherungen zahlen – wenn überhaupt – nur so wenig, dass es vorne und hinten nicht reicht. Auch der Staat kann sich um die Notleidenden oder die sanierungsbedürftige Infrastruktur nicht kümmern: Seine Steuereinnahmen sind viel zu niedrig.

Die Folgen dieses allgegenwärtigen Mangels liegen auf der Hand: Besonders auf dem Land leiden viele Menschen Hunger. Eine angemessene medizinische Versorgung kann sich kaum jemand leisten. Die öffentlichen Einrichtungen verfallen. Auch private Immobilien kann nur der instand halten, der eine Arbeit, viel Geld oder gute Beziehungen hat. Denn auch das ist ein Problem: Korruption gedeiht. Sie lässt – wie überall auf der Welt – die Starken stärker und die Schwachen schwächer werden.

wortundtat versucht der Not der Menschen in der Stadt Ceadir Lunga mit verschiedenen Angeboten im sozialen Bereich zu begegnen. Dabei stößt das Hilfswerk auf viel Entgegenkommen und Offenheit und erfährt immer wieder Unterstützung sogar von den Behörden und der Politik. Und weit über die Grenzen der Stadt hinaus hat sich die Arbeit mittlerweile herumgesprochen, so dass manch ein Bedürftiger dafür lange Wege auf sich nimmt. Konkret betreibt oder unterstützt wortundtat in der Stadt