Impressionen

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Warum wortundtat in Moldawien hilft

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Swetlana Bosazhe, 29 Jahre, ihr Mann (nicht im Bild) und ihre Kinder Georgi (re.), Xenia (Bild oben) und Dimitri, leben in einem Anbau des elterlichen Hauses. Die Zimmer sind zusammen höchstens 15 Quadratmeter groß. Das Dach lässt Wasser durch. Der Giebel kippt fast um.

Im Haus und an den Außenwänden bröckelt der Lehmputz großflächig ab. Es ist feucht, dunkel und muffig. Swetlanas Mann ist nach Moskau gefahren, um dort Geld zu verdienen, hat aber in einem Monat nur so viel verdient, dass er die Fahrt bezahlen konnte. Er ist nicht besonders kräftig gebaut und hat kaum Chancen, auf dem Bau oder für andere schwere körperliche Arbeit angeheuert zu werden. Swetlana arbeitet als Putzfrau in einer Schule in Ceadir Lunga und bekommt rund 700 Lei (etwa 42 Euro) monatlich für die Arbeit. Das reicht bei Weitem nicht fürs Überleben. Die Kinder und sie selbst kleiden sich in der Kleiderkammer von Gloria ein.

Im vorderen Teil des Hauses leben die Großeltern und ein Sohn, der auch etwas verdient. Der Zustand des Anbaus, in dem Swetlanas Familie wohnt, macht sofortige Hilfe erforderlich. Der Bautrupp von Gloria richtet den Giebel, entrümpelt die Wohnung, verputzt Wände, deckt das Dach neu, baut ein Vordach. In einigen Tagen ist alles erledigt. Zumindest hat die junge Familie Bosazhe jetzt wieder ein trockenes Heim.

Am Haus der Familie Bosazhe arbeitete der Bautrupp von Gloria mit sechs Personen. Er kommt immer dann, wenn ein Haus dringenden Renovierungsbedarf aufweist und die Bewohner die Arbeit nicht bezahlen können. Gloria hat eine umfangreiche Kartei mit Hilfsbedürftigen. So ist sichergestellt, dass nur dort angepackt wird, wo Hilfe nötig ist.

Die Aufnahmen entstanden während eines Besuchs in Moldau im November 2012. Lesen Sie die Geschichten weiterer Bewohner der Stadt Ceadir Lunga und wie sich wortundtat ihrer annimmt in einer Kurzinformation.

Eindrücke aus der Republik Moldau

Weitere Bilder auf den folgenden Seiten vermitteln einen Eindruck vom Leben und Arbeiten und von den Menschen in der Stadt Ceadir Lunga. Auch wenn dieser Eindruck unvollständig bleibt, weil Bilder eben nur einen Teil der Realität abbilden, so lässt sich doch unschwer erkennen, dass die Rahmenbedingungen, unter denen die Menschen dort leben, ganz anders sind, als wir es aus Mitteleuropa kennen.

Der Pressefotograf Rüdiger Fessel, von dem die Aufnahmen auf den folgenden Seiten stammen, begleitet seit einigen Jahren die Arbeit von wortundtat mit seiner Kamera. Die eindrucksvollen Bilder im Bereich „Impressionen“ stammen nahezu ausschließlich aus seiner Arbeit. Weiteres Fotomaterial von ihm – aus den Projekten in Indien und Tansania – findet sich in dem Bildband „Hoffnung geben“.