Hospiz

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Hospiz in Moldawien bietet Hilfe am Lebensende

Sterbende brauchen eine würdige Umgebung, müssen professionell versorgt und liebevoll begleitet werden. Besonders in der letzten Lebensphase, wenn es darum geht, Ängste, Schmerzen und Qualen am Sterbebett auszuhalten. Die Lebenssituation lässt das für viele Moldauer nicht zu: Alte und kranke Menschen sind häufig sich selbst überlassen, Familien oft auseinandergerissen, weil arbeitsfähige Erwachsene im Ausland Geld verdienen. Um schwer Erkrankte und Sterbende begleiten zu können, betreibt wortundtat seit Mai 2013 in Ceadir Lunga ein Hospiz zur ambulanten und stationären Betreuung Sterbender.

Das Zentrum strahlt eine freundliche Atmosphäre aus. Das kleine Team der Mitarbeiter heißt Schwerstkranke, Sterbende und ihre Angehörigen willkommen und lässt sie – soweit das in der Situation möglich ist – entspannen. Die letzten Tage und Wochen eines Menschenlebens zu erleichtern und ein weitestgehend angstfreies Sterben in Würde mit möglichst wenig Schmerzen zu ermöglichen – das ist das Ziel des Angebots. Und viele Betroffene nutzen es dankbar.

Die Einrichtung ist in einem ehemaligen Verwaltungsgebäude eines landwirtschaftlichen Großbetriebes beheimatet und umfangreich renoviert. Um der erheblichen Nachfrage gerecht zu werden, ließ wortundat im Frühjahr 2016 an der Seite des Hauses eine Rollstuhlrampe bis zum Obergeschoss bauen. Seitdem nutzt das Hospiz auch den zweiten Stock.

Großer Bedarf ist weiterhin nicht gedeckt

In dem gut 3,56 Millionen Einwohner zählenden Land Moldawien gibt es neben dem Hospiz in Ceadir Lunga bisher nur eine weitere vergleichbare stationäre Einrichtung. Außerdem arbeiten noch einige ambulante Hospizdienste. Der Bedarf ist damit bei Weitem nicht gedeckt.

„Gerade alte Menschen sind häufig allein. Wir haben schon viele Sterbende gesehen, die sich in dieser traurigen Situation praktisch selbst überlassen waren. Ihre große Not ist ambulant kaum aufzufangen“, sagt die Projektbegleiterin von Gloria.