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Gemeinschaft leben – Vom Sozialfall zum wissenschaftlichen Mitarbeiter

Siva Rama Krishna war als Kind auf die AMG angewiesen. Mit 30 steht er heute längst auf eigenen Füßen, ist der Hilfsorganisation aber noch eng verbunden. Eine Erfolgsgeschichte, von der beide Seiten profitieren.

„Ursprünglich kam meine Familie aus der indischen Mittelschicht. Wir hatten genug Geld. Aber dann ist meine Mutter gestorben und mein Vater konnte mich nicht weiter zur Schule schicken“, erzählt der selbstbewusst wirkende junge Mann. So kam Rama Krishna 1990 in die AMG-Primary School und besuchte anschließend die High School.

„Nach der zehnten Klasse ging es weiter nach Guntur zur Intermediate School. Anschließend konnte ich dank eines Stipendiums von 2002 bis 2004 den Master of Technology in Chennai machen, belegte freiwillig verschiedene Softwarekurse und bin heute wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität in Guntur“, sagt er. Dort verdient Rama Krishna netto knapp 200 € monatlich. Das ist für indische Verhältnisse nicht viel aber doch genug, um sich, seine Frau und seinen vier Jahre alten Sohn zu ernähren. Und es reichte im vergangenen Jahr auch, um zusammen mit anderen ehemaligen AMG-Schülern Geld zusammenzulegen, das sie an AMG überreichten.

Rama Krishna: „Das, was ich erreicht habe, ist zum großen Teil der Verdienst von AMG und wortundtat: Hier in der Schule habe ich im positiven Sinne Disziplin gelernt. Die Lehrer haben uns mitgegeben, wie wir uns in der Gruppe gegenseitig unterstützen können, wie wir Rücksicht aufeinander nehmen und wie wir in der Gemeinschaft leben können. Diese Dinge hätten wir in den staatlichen Schulen nicht in dem Maße erfahren. Deshalb gebe ich gern etwas von dem zurück, was ich bekommen habe.“ Auch 2010 möchte er mit seinen Freunden wieder für AMG sammeln.