Weihnachtsfeiern

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Flüchtlinge feiern Weihnachten

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Kinder und ihre Eltern konnten sich endlich einmal wieder richtig satt essen.

Papst Franziskus, Bundespräsident Joachim Gauck und zahlreiche Kirchenvertreter in Deutschland machten rund um das Weihnachtsfest auf das Schicksal von Flüchtlingen in Europa aufmerksam. wortundtat ist dankbar, dass dieses Thema derart in den Vordergrund rückte. In unserem griechischen wortundtat-Projekt sehen die Helfer nämlich täglich, wie sehr die Menschen unter dem Verlust ihrer Heimat und den schwierigen Lebensbedingungen leiden, denen sie in Athen ausgesetzt sind.

Die Love Meals – die Weihnachstfeiern des wortundtat-Partners in Athen – sind eine gute Gelegenheit, den Flüchtlingen zu vermitteln, dass sie auf dieser Welt trotz aller widrigen Umstände willkommen sind. In diesem Jahr waren rund 800 Bedürftige eingeladen. An drei Nachmittagen gab es ausreichend Essen für alle, kleine Geschenke für die Kinder, Kleidung, Mäntel und Schlafsäcke für die Erwachsenen und natürlich die Weihnachtsgeschichte in verschiedenen Übersetzungen. Die Besucher der Feiern erlebten einige friedvolle Stunden.

Medizinisches Zentrum wird immer wichtiger

Auch das medizinische Zentrum, das wortundtat vor gut einem Jahr – im Herbst 2012 – mitten in Athen eröffnete, wird immer wichtiger für die Flüchtlinge: Etwa 350 Kinder kommen mittlerweile regelmäßig zur Behandlung dorthin. Um akute Erkrankungen – Grippe, Erkältungen oder kleinere Verletzungen – kümmert sich die Kinderärztin dort ebenso, wie sie versucht, Hilfe bei grundlegenden Problemen zu leisten. Das sind neben den fehlenden Impfungen oder langwierigen Atemwegsinfekten auch Erkrankungen, die durch mangelhafte, nicht ausgewogene Ernährung hervorgerufen werden. Eine kleine Hilfe sind dabei auch die Mahlzeiten, die bei den Besuchen im Zentrum angeboten werden und die Lebensmittelpakete, die Hellenic Ministries seit einiger Zeit an Bedürftige verteilt.

Die medizinische Arbeit für Kinder ist nur ein Teil der Hilfe. Auch zahlreiche Frauen kommen in das Zentrum, um sich von der Frauenärztin helfen zu lassen. Jeder Patient erhält ein Untersuchungsheft, in dem Diagnosen und Therapien dokumentiert sind. So können andere Mediziner die Behandlungen nachvollziehen, falls die Flüchtlinge Athen verlassen – entweder, weil sie in ihr Herkunftsland geschickt werden oder weil sie ihre Flucht fortsetzen.

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Ein Zauberer führte einige Kunststücke vor und vermittelte zugleich spielerisch Inhalte der Weihnachtsbotschaft.