Minus 2 Grad Celsius

 

Not macht erfinderisch

Bei minus 2 Grad Celsius stand das Thermometer Anfang Januar auf der griechischen Insel Lesbos. Dort warten mehrere tausend Flüchtlinge unter schlechtesten Bedingungen darauf, dass ihr Asylantrag bearbeitet wird. Viele leben in einfachen Iglu-Zelten, die auch für gutes Wetter nicht als dauerhafte Behausung taugen. Hilfen von offizieller Stellen kommen nur sehr zögerlich oder gar nicht.

Kurz vor Weihnachten konnten die ehrenamtlichen Helfer, die seit Monaten auf der Insel Unterstützung leisten, für etwas bessere Bedingungen sorgen: Mit einer Montageschaum-ähnlichen Substanz sprühten sie die Zelte von innen ein. Der Schaum härtet aus und bildet mit der in kleinen Bläschen eingeschlossenen Luft eine Isolierschicht ähnlich wie Styropor. So bleibt wenigstens etwas Kälte draußen. Da auch die Böden der Zelte eingesprüht werden, kommt auch weniger Kälte von unten. Die Idee für die Aktion kam von wortundtat und ein Teil der Kosten wurde vom Hilfswerk übernommen.

Wie das Aufbringen des Isolierschaums funktioniert, zeigt der nachfolgende Film vom Testlauf auf dem Leimberghof in Wuppertal.