8 Centres of Hope

 

Perspektiven auf dem Lande schaffen

Acht Centres of Hope (Zentren der Hoffnung) gibt es mittlerweile an verschiedenen Orten im Tunduru-Distrikt. Die Gebäude, die den jeweiligen Dorfgemeinschaften als Treffpunkt, Ausbildungszentrum, Kindertagesstätte und Gottesdienstraum dienen, wurden in den vergangenen Jahren mit der Hilfe von wortundtat aufgebaut. So unterstützt das Hilfswerk zusammen mit seinem Projektpartner KIUMA die Bewohner der Region direkt an ihren Heimatorten.

Jugend hat Wünsche und Pflichten

Im ländlichen Tunduru-Distrikt sind Einrichtungen zur beruflichen Bildung noch immer Mangelware. ,Fehlanzeige’ heißt es auch bei Kinderbetreuungsangeboten oder einem überdachten Treffpunkt für Dorfgemeinschaft und Gemeindeleben. Die Zentren schließen diese Lücke.

Junge Erwachsene profitieren besonders: In den meisten Fällen haben die Familien kein Geld, den Nachwuchs für eine Ausbildung in eine größere Stadt zu schicken. Und die eigene Familie bei der Landarbeit zu unterstützen, ist für viele junge Erwachsene nicht das, was sie sich auf Dauer erträumen. In den Zentren erhalten sie nun eine berufliche Grundausbildung, ohne ihren Heimatort verlassen zu müssen. Nach zwei Jahren haben sie grundlegende Kenntnisse etwa als Schreiner, Maurer, Metallbauer oder Schneider erworben. Und diese Fertigkeiten wiederum können der Dorfgemeinschaft zugutekommen. Die neuen Fachkräfte können in den Ortschaften vorhandene öffentliche Gebäude selbst ausbessern, beim Bau neuer Gebäude in der Umgebung helfen oder mit einer kleinen Schneiderwerkstatt die Kleidung der Nachbarn ausbessern. Und während der Ausbildung stehen sie trotzdem ihren Familien zur Verfügung, wenn diese Hilfe brauchen – zum Beispiel bei der Ernte.

Mehrfachnutzung kommt an

Daneben bieten die Gebäude auch Platz für ein Kinderbetreuungsangebot oder eine Vorschule. Den großen Saal, über den jedes Centre of Hope verfügt, kann der Dorfrat für seine Treffen ebenso nutzen wie die christliche Gemeinde für ihre Gottesdienste und Versammlungen. Die Idee der Mehrfachnutzung kommt bei den Dorfbewohnern gut an. Die beruflichen Schulungsangebote für Jugendliche sind heiß begehrt, machen sie doch eigene Wünsche und familiäre Verpflichtungen vereinbar. Auch die Kindergartenplätze werden in allen Häusern gern genutzt.

Übrigens: Schon der Bau der Zentren ist nur möglich, weil Fachkräfte mit anpacken, die in KIUMA gelernt haben. In Namtumbo etwa wurden bis zum Sommer 2016 große Teile des dortigen neuen Standorts durch Handwerker realisiert, die KIUMA vorher ausgebildet hatte. Weitere, im selben Jahr fertiggestellte Zentren gibt es in Twendembele und Namtumbo.