Arme Rentner

Vor allem die Alten kämpfen in Moldawien ums Überleben

1:1 > Der Zahlenvergleich ist kein Fußballergebnis, sondern das in Moldawien für 2020 erwartete Verhältnis zwischen Menschen, die in die Rentenkassen einzahlen, und Menschen, die Geld aus der Rentenkasse bekommen*. Anders ausgedrückt: In vier Jahren soll ein Arbeitnehmer einen Rentner ernähren. Diese Rechnung kann nicht aufgehen. So wird auch in Zukunft die ältere Bevölkerung im Armenhaus Europas auf Hilfe angewiesen sein. Der wortundtat-Partner Gloria hat diese Menschen schon heute im Blick.

Anzahl der Arbeitnehmer innerhalb von zehn Jahren halbiert

Auch im deutschsprachigen Raum gibt es immer weniger Arbeitnehmer, die durch ihre Arbeit immer mehr Rentner finanzieren müssen: Zurzeit kommen zwei Arbeitnehmer auf einen Rentner – also doppelt so viele, wie in Moldawien. Dort liegt aber die Wirtschaft am Boden und zwingt viele Menschen im arbeitsfähigen Alter ihr Auskommen im Ausland zu suchen. Noch vor 15 Jahren gab es 1,5 Millionen sozialversicherungspflichtige Beitragszahler. Heute ist es nur noch die Hälfte. Die ohnehin herrschende Armut ist somit vor allem bei alten Menschen vorprogrammiert und wird immer öfter zur täglichen Überlebensfrage

Hilfe in unterschiedlichen Bereichen

Essen, Kleidung, Unterkunft, Gesundheit, Pflege – es mangelt an allem. Entsprechend umfassend ist der Aufgabenbereich der beiden Projektpartner in Ceadir Lunga. Kostenfreie ärztliche Untersuchungen und Behandlungen erhalten Bedürftige im medizinisch-diakonischen Zentrum Gloria mit angeschlossener Facharztklinik. Eine Suppenküche, die Kleiderkammer und ein Waschsalon mit Bad und Waschküche versorgen Alte mit dem Lebensnotwendigsten im Alltag. Ein Bautrupp hilft, wenn Alte und andere Arme in einsturzgefährdeten Häusern leben. Wer nicht einmal ein Dach über dem Kopf besitzt, kann im Heim für Obdachlose unterkommen.

Möchten Sie mehr über unsere Arbeit in Moldawien wissen? Weitere Informationen und Links zu den Einzelprojekten finden Sie hier.

Sie möchten helfen? Die Bedürftigen sind für jede erdenkliche Unterstützung dankbar.

*Quelle: Weltbank (Stand 2016)