550 Grundschüler

Bildung statt Arbeit: Schule an den Kalköfen gibt Kindern von Tagelöhnern die Chance auf eine bessere Zukunft

550 Kinder besuchen zurzeit die Schule an den Kalköfen von Piduguralla. Seit gut zehn Jahren ist der wortundtat-Partner dort aktiv, hatte lange die Vorschüler und Grundschüler in provisorischen Einrichtungen betreut. So besuchten die Kinder der Kalkofenarbeiter Schulen und lernten für eine bessere Zukunft, statt den Eltern bei der Arbeit zu helfen.

2015 konnte dann, nachdem viele bürokratische Hürden überwunden waren, ein reguläres Schulgebäude errichtet werden. Schnell füllten sich die Klassenzimmer und der indische Partner denkt darüber nach, die Kapazität der Schule im Jahr 2018 oder 2019 zu erweitern. Bis das entschieden werden kann, müssen jedoch einige Rahmenbedingungen geklärt werden. So sind mittlerweile nicht mehr alle Kalköfen in Betrieb und die Stadt hat neue öffentliche Schulen gebaut. Ob diese aber ausreichen, um die ebenfalls steigende Zahl potenzieller Schüler zu versorgen, ist noch unklar.

Ebenso prüft wortundtat, wie älteren Mädchen gezielt der längere Schulbesuch ermöglicht werden kann. Denn während viele Jungen, die die Grundschule an den Kalköfen verlassen, an das wortundtat Internat im rund 60 Kilometer entfernen Chilakaluripet wechseln, bleiben sie nahezu ausnahmslos am Ort. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie keine weiterführende Bildung erhalten. Für ihre berufliche Zukunft würde das in vielen Fällen bedeuten, dass sich ihnen kaum andere Perspektiven bieten, als die schwere, unsichere Arbeit als Tagelöhner.