450 Geburten

Bessere Chancen für Mutter und Kind

Etwa 450 Kinder erblicken im KIUMA-Krankenhaus in Tansania jedes Jahr das Licht der Welt. Das mit wortundtat-Mitteln gebaute Hospital ist die einzig erreichbare medizinische Einrichtung im Umkreis von rund 70 Kilometern, die werdenden Müttern bei Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt helfen kann. In vielen kritischen Situationen, die noch vor 20 Jahren den Tod für Mutter oder Kind bedeuteten, können Fachmediziner heute helfen.

Süden mit Nachholbedarf

Im abgelegenen Tunduru-Bezirk in Tansanias Süden gehören Hausgeburten nach wie vor zum Alltag der Menschen. Einen Arzt brauchen die Frauen nur bei problematischen Entwicklungen. In den Dörfern sind medizinische Einrichtungen jedoch rar und ein öffentliches Krankenhaus ist im weiten Umkreis von 70 Kilometern nicht zu finden. Die in Tansania ohnehin hohe Sterblichkeitsrate unter Neugeborenen und ihren Müttern ist in diesem Bezirk noch immer deutlich höher als im übrigen Land.

Mit seinem gut ausgebildeten Personal und der modernen Medizintechnik ist das KIUMA-Hospital besonders bei riskanten Geburten ein wahrer Segen für die Familien in der Region.KIUMA füllt Lücke

Das in 2002 eröffnete Krankenhaus ist für die Bevölkerung der Region daher ein wahrer Segen. Die im Landesvergleich modernen medizinischen Standards machen das – für ambulante wie stationäre Hilfen gleichermaßen ausgelegte – Haus zu einem wertvollen Anlaufpunkt für über 100.000 Menschen. Dem Hospital ist seit 2007 auch eine Krankenpflegeschule angeschlossen. Sie leistet einen kleinen Beitrag dazu, dem landesweiten Mangel an Pflegekräften entgegenzuwirken.

Einen besonderen Schwerpunkt legt das Hospital auf den Fachbereich ,Frauenheilkunde und Geburtshilfe‘ mit einer eigenen Station, die seit 2016 fachlich und hinsichtlich der Ausstattung modernisiert wird. Parallel zu Renovierungsarbeiten werden seitdem die Fachärzte in Theorie sowie in chirurgischer und klinischer Praxis intensiver weitergebildet. Und auch die Schwestern, die mehrheitlich der KIUMA-Krankenpflegeschule entstammen, sowie die am Haus tätigen Hebammen lassen sich fachspezifisch schulen.