3 Gewächshäuser

Obdachlose in Ceadir Lunga: Gärtnern tut gut

Drei Gewächshäuser stehen im Garten des Obdachlosenheims unseres moldawischen Partners Gloria in Ceadir Lunga. Die im Jahr 2017 errichteten Häuser helfen schwer kranken Alkoholikern dabei, ein Stück Würde und Selbstachtung zurückzugewinnen. Bewohner des Heims, die fit genug sind, bekommen dort und bei anderen Arbeitsangeboten die Möglichkeit, anzupacken.

Angebot aktiv zu sein

Im Garten werkeln tut vielen Menschen gut. Wer dabei auch Obst und Gemüse anbaut, ist auf seine selbstgezogenen Erträge stolz. Das wissen auch die Helfer des wortundtat-Partners Gloria in Ceadir Lunga und übertragen den Bewohnern des Obdachlosenheims kleine Arbeiten in und um die drei neuen Gewächshäuser. Viele der dort lebenden Männer sind alkoholkrank, haben sich im Lauf ihrer Erkrankung aufgegeben und sind körperlich und seelisch gezeichnet.

Nach einer ersten Phase der Erholung, hilft es vielen Bewohnern, wieder Aufgaben und eine Struktur in den Tagesablauf zu bekommen. Beides war mit Arbeitslosigkeit, Sucht und Obdachlosigkeit meist aufgegeben worden. Beete harken, Unkraut zupfen und Obst oder Gemüse ernten, das kennen die Betroffenen oft noch aus ihrem ,früheren‘ Leben. Einige Bewohner bekommen auch die Chance, Arbeiten außerhalb des Heimgeländes zu übernehmen.

Verantwortung bringt Würde zurück

Und die Arbeiten der Heimbewohner sind kein reiner Selbstzweck: Seit Sommer 2017 verarbeiten die Kantinen der Gloria-Einrichtungen die selbstgezogenen Tomaten, andere Ernteerträge und jede Menge Eier aus dem kleinen Hühnerstall zum Essen. Das schmeckt den Gästen – freut vor allem aber die Gärtner. Durch die Anerkennung anderer haben jene endlich wieder das Gefühl, gebraucht zu werden und nützlich zu sein.