200 Mittagessen

 

Fürsorge für vernachlässigte Kinder

200 > Etwa 200 kostenlose Mittagessen verteilt der ‚Stern im Norden‘ wöchentlich an Kinder, die Hunger haben. Der Dortmunder wortundtat-Partner sorgt bei seinen sechs- bis elfjährigen Gästen aus verschiedenen Kulturkreisen allerdings nicht nur für etwas Warmes im Bauch. Die liebevollen Betreuer geben den Kindern auch Anerkennung und Fürsorge sowie einen Platz zum sorglosen Spielen. Ihre Eltern haben oft nicht die nötige Kraft oder Zeit dazu.

Schwieriges Umfeld

Dortmunds Nordstadt ist ein Schmelztiegel von über 130 Nationen und sozialer Brennpunkt. Ein großer Teil der Bevölkerung, die dort lebt, spricht nur schlecht Deutsch – oder gar nicht. Diese mangelhafte Bildung verschlechtert unmittelbar die Lebenssituation vieler Familien. Arbeitslosigkeit, Schulprobleme, Überschuldung, … Das Spektrum der finanziellen und sozialen Folgen ist breit und betrifft auch die Zukunftsaussichten der Kinder. Sich in einer solchen Umgebung positiv zu entwickeln ist für Heranwachsende schwer.

Insel für Hilfesuchende

Der ‚Stern im Norden‚ ist ein Begegnungszentrum für Kinder, Jugendliche und Familien. Das beim Borsigplatz der Nordstadt gelegene Haus engagiert sich für die Menschen im Stadtteil – so auch für die Jüngsten, und damit Schwächsten der Gemeinschaft. Der offene Kindertreff ist ein kostenloses Angebot für alle Kinder des Stadtteils. Jeden Nachmittag von Montag bis Freitag  sind sie dort – meist ohne Voranmeldung – herzlich willkommen. Erfahrene und liebevolle Betreuer kümmern sich um sie und geben Schutz und Aufmerksamkeit, wo sie gebraucht wird. Ein wichtiger Programmpunkt gleich zum Auftakt des Nachmittags ist ein gemeinsames warmes Mittagessen. Bei dem in der hauseigenen Küche zubereiteten Mahl können die Kinder zuerst einmal ‚herunterkommen‘ und sich stärken.

Danach bietet ein umfangreiches Spiel-, Sport- und Bastelangebot Ausgleich vom anstrengenden Alltag. Die Kinder spielen Fußball, springen Trampolin, borgen Gesellschaftsspiele aus, malen, bauen mit Legosteinen oder toben einfach herum. Parallel können die Schüler in einem ruhigeren Bereich ihre Hausaufgaben erledigen.

Wichtig ist den Betreuern im ‚Stern‘ vor allem ein freundliches Miteinander und ein sozialer Umgang untereinander. Die Mitarbeiter möchten jedem einzelnen Kind Liebe und Anerkennung entgegenbringen. Auch Vergebung ist ein zentraler Wert: Nicht jedes Kind schafft es, sich in der Gemeinschaft immer richtig zu verhalten. Wer deswegen jedoch einmal nach Hause geschickt wird, erhält konkret Auskunft, was schief lief – und ist am nächsten Tag wieder herzlich willkommen.