10 Jahre

Kleine Jubiläumsfeier in Moldawien

Der wortundtat-Vorsitzende Heinrich Deichmann (5. von links) dankte langjährigen Gloria-Mitarbeitern: „Zehn Jahre mögen kein langer Zeitraum für die Geschichte von Ländern und Regionen sein. Aber in zehn Jahren ist durch Gloria viel Gutes entstanden. Es ist gut, wenn wir dankbar darauf blicken und denen danken, die diese wunderbare Arbeit getan haben."10 Jahre arbeitet das sozialdiakonische Zentrum Gloria in der kleinen Stadt Ceadir Lunga in Moldawien bereits. Zum kleinen Jubiläum waren auch die wortundtat-Vorsitzenden Heinrich und Susanna Deichmann aus Deutschland sowie die deutsche Botschafterin Dr. Julia Monar aus der Hauptstadt des Landes angereist. „Das Zentrum Gloria geht weit über die materielle Hilfe hinaus. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass vor allem die menschliche Zuwendung, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Besuchern entgegenbringen, die Arbeit erst richtig wirksam macht“, sagte die Botschafterin. Sie zeigte sich beeindruckt von dem Angebot, das mit deutscher Hilfe jährlich viele hundert vor allem ältere Bewohner der Kleinstadt Ceadir Lunga unterstützt.

„Lebensqualität, Hoffnung und Perspektiven“Mancher Bedürftige braucht Zeit, um wieder ins Leben zurückzukommen. Der Mann rechts lebte lange im Heim für Obdachlose, hat jetzt aber den Schritt zurück ins Haus und zu seiner Frau wieder geschafft.

„Was Sie den Menschen hier durch Ihre Arbeit geben, sind Lebensqualität, Hoffnung und Perspektiven. Ihre Projekte sind beispielhaft für ehrenamtliches Engagement, Ausdauer und Kreativität“, sagte die Botschafterin vor angestellten und ehrenamtlichen Gloria-Mitarbeitern, Vertretern aus Politik und Verwaltung und etwa 500 weiteren Besuchern.

Nach der Feierstunde besuchte die Botschafterin das von wortundtat finanzierte Hospiz. Es ist die erste stationäre Einrichtung für Sterbende im gesamten Land.

 

Gemeinsam besuchten die deutsche Botschafterin Dr. Julia Monar (2. v. r.) und der wortundtat-Vorsitzende Heinrich Deichmann (li.) das von wortundtat finanzierte Hospiz. Begleitet von der stellvertretenden wortundtat-Vorsitzenden Susanna Deichmann (re.) und dem Ehepaar Marion und Dr. Gert Maichel ließen sie sich die Arbeit erklären.Türen in der Stadt stehen offen

Heinrich Deichmann hatte die Unterstützung des Projekts in Moldawien, dem sogenannten Armenhaus Europas, vor über zehn Jahren angestoßen. Jetzt dankte er den Mitarbeitenden für ihren außerordentlichen Einsatz zugunsten der Menschen in Ceadir Lunga.

Auch die Vertreter aus Politik und Verwaltung brachten ihre Dankbarkeit für das besondere Engagement und die Zusammenarbeit mit Gloria zum Ausdruck. „Diese Beziehung hat sich großartig entwickelt. Vor zehn Jahren waren die Ansprechpartner der Stadt sehr zurückhaltend gegenüber der Einrichtung und ihren Mitarbeitern, die sich klar als Christen hinstellten. Heute stehen uns alle Türen offen“, sagte Gert Maichel, der zusammen mit seiner Frau Marion das Projekt von Deutschland aus begleitet.