11 Stunden

Elektrizität bringt Fortschritte in medizinischer Versorgung

11 > Noch sind es nur elf Stunden täglich, an denen das Kiuma-Hospital in Tansania Strom hat. In Mitteleuropa wäre eine solche Einschränkung undenkbar. Für den ländlichen Tunduru-Distrikt war das jedoch lange Zeit Luxus. Mit Sonnenenergie und dem Anschluss an das örtliche Energieversorgernetz will wortundtat jetzt sein Krankenhaus und die übrigen Gebäude auf dem Gelände rund um die Uhr mit Elektrizität versorgen – und damit fit machen für die Zukunft.

Eine segensreiche Einrichtung

Generell ist elektrischer Strom im ländlichen Tunduru-Distrikt noch absolute Mangelware. Nur wenige Orte verfügen über Generatoren zur Stromerzeugung. Und Treibstoff ist teuer. So laufen die Maschinen höchstens gelegentlich, und nur wenige Einwohner profitieren davon. Wenn in den kommenden Monaten der staatliche Energieversorger Leitungen verlegt und die Region an das Stromnetz anschließt, kann das einen enormen Entwicklungsschub auslösen.

Dann wird auch das KIUMA-Krankenhaus die rund 100.000 Menschen der Region noch zuverlässiger versorgen können. Das ist auch notwendig, denn die Klinik bleibt bis auf weiteres im Umkreis von 70 Kilometern die einzige erreichbare, nennenswerte medizinische Einrichtung. Um gut darauf vorbereitet zu sein, wird sie gerade nach und nach modernisiert. In den vergangenen Monaten wurden bereits sämtliche Stationen renoviert, teils umgebaut, und alle mit neuen Betten ausgestattet. Fortschritte gibt es auch beim Personal. Trotz Fachkräftemangel auf dem Lande konnte ein zweiter Anästhesist eingestellt werden, der mit seinem Kollegen die beiden Fachärzte unterstützt. Schulungen für das Pflegepersonal sind vorgesehen. Ebenfalls geplant ist ein Erweiterungsbau.

Bessere Versorgung mit 24/7-Strom

Bisher hatte die Klinik nur maximal elf Stunden Strom am Tag aus eigener Erzeugung. Bald gibt es dauerhaft Elektrizität. Dann kann den Patienten noch besser geholfen werden, weil jederzeit ausreichend Licht für Operationen, Kühlung für sensible Medikamente oder Heizenergie für Säuglings-Brutkästen verfügbar ist. Das öffentliche Netz wird aber voraussichtlich nicht durchgängig zuverlässig arbeiten. wortundtat sichert die Stromversorgung deshalb zusätzlich mit einer Photovoltaik-Anlage, modernen Generatoren und einer großen Batterie als Energie-Zwischenspeicher. Und um die künftigen Belastungen verkraften zu können, werden die in die Jahre gekommenen elektrischen Leitungen auf dem Gelände ebenfalls erneuert – insgesamt ein großer, aber sinnvoller Aufwand.Wenn die Arbeiten plangemäß voranschreiten, wird das Krankenhaus Ende 2017 die ersehnte Rund-um-die-Uhr-Stromversorgung haben.